BUNDESTAGSWAHL

Wählerumfragen am Sonntag in der Samtgemeinde Hoya

In diese blaue Box werden die ausgefüllten Fragebögen am Sonntag eingeworfen.
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In diese blaue Box werden die ausgefüllten Fragebögen am Sonntag eingeworfen.

Samtgemeinde – Der Ablauf bei der Bundestagswahl unterscheidet sich nicht großartig zu dem der Kommunalwahl. Ein paar Besonderheiten in der Samtgemeinde Hoya gibt es aber schon.

Gerade erst machten die Bürger ihr Kreuzchen für einen kommunalen Vertreter oder eine Partei ihrer Wahl, zwei Wochen später beginnt das Prozedere nun von vorn – dieses Mal jedoch auf Bundesebene. Zum 20. Mal wählt das deutsche Volk am Sonntag einen neuen Bundestag. Grundsätzlich wird sich am Ablauf – so wie man ihn bereits von der Kommunalwahl kennt – nichts ändern.

Doch ein paar Besonderheiten gibt es in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya dann doch, teilt Wahlleiter Uwe Back mit.

Die Forschungsgruppe Wahlen führt im Wahlbezirk Hoya I, also im Schulzentrum der Oberschule, eine Befragung der Wähler nach ihrer Stimmabgabe durch, um präzise Prognosen und schnelle Hochrechnungen anstellen und auf diese Weise bereits vor Bekanntgabe des amtlichen Ergebnisses Aussagen über den Ausgang der Bundestagswahl treffen zu können. Diese veröffentlicht dann das ZDF am frühen Wahlabend in seiner 18-Uhr-Prognose. Die Umfrageergebnisse sind beispielsweise Grundlage für die Beantwortung der Frage: Wer hat was gewählt und warum? Die Wähler werden dafür schriftlich zu ihrer Wahlentscheidung, aber auch unter anderem zu ihrem Alter, Geschlecht und Bildung befragt.

Ähnliches soll sich am Sonntag im Wahlbezirk 16, im Hauptgebäude des Sportheims in Hämelhausen, abspielen. Dort führt das Institut Infratest dimap eine sogenannte Exit-Poll durch, eine Nachwahlbefragung. Mit diesen Daten wertet die ARD ihre 18-Uhr-Prognose am Sonntag auf. Infratest dimap zog dafür deutschlandweit eine repräsentative Stichprobe mit insgesamt 560 Wahlbezirken, in denen am Wahltag die Korrespondenten eingesetzt werden. Eine davon ist in Hämelhausen. Alle Wähler sollen auf einem Fragebogen Angaben zu ihrer Wahlentscheidung sowie zu Alter und Geschlecht machen.

Ein Teil der Wähler bekommt einen etwas längeren Bogen mit zusätzlichen Fragen zu soziodemografischen Merkmalen und wahlentscheidenden Aspekten. Anschließend werden die Dokumente in eine blaue Box eingeworfen. „Die Befragung zur Wahl ist freiwillig und anonym“, betont das Institut auf seiner Webseite. Regelmäßig melden die Korrespondenten vor Ort telefonisch die Ergebnisse der Befragung an die Datenzentrale von Infratest dimap. Auf der Basis dieser entsteht die Prognose, die dann um 18 Uhr in der ARD präsentiert wird.

Der Wahlbezirk 8 – Hilgermissen, Mehringen, Ubbendorf und Wienbergen – ist als repräsentativer Wahlbezirk ausgewählt worden, teilt Uwe Back weiter mit. In diesem Wahlbezirk werden für wahlstatistische Auszählungen Stimmzettel, auf denen Geschlecht und Geburtsjahresgruppen vermerkt sind, verwendet. „Ihr Wahlgeheimnis ist dabei gewährleistet“, verspricht Bundeswahlleiter Dr. Georg Thiel auf seiner offiziellen Webseite.

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