Von Abriss bis Umbau

In Hoya wird sich das Stadtbild im Jahr 2022 merklich verändern

Blick in eine Straße bei Regenwetter
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Im Jahr 2022 soll sich das Bild, das die Deichstraße derzeit bietet, sichtbar verändern. Abbrucharbeiten stehen an, um die Straße Richtung Weser zu öffnen.

Samtgemeinde – Die Samtgemeinde Grafschaft Hoya und ihre Mitgliedsgemeinden haben sich für das neue Jahr viel vorgenommen. Im Gespräch mit dieser Zeitung blickt Bauamtsleiter Rolf Walnsch schon einmal auf die größten Projekte. Hier Teil 2 seiner umfangreichen Ausführungen.

Straßenbau

Die einzelnen Mitgliedsgemeinden wollen im Jahr 2022 mit größeren Baumaßnahmen durchstarten. Im Baugebiet „Vehrenkamp“ in Eystrup soll beispielsweise der endgültige Straßenbau erfolgen. Mittlerweile seien 36 der 38 Bauplätze verkauft, so Walnsch.

Zudem möchte das Land in Hoya mit dem Ausbau der Landesstraße  351 „Auf dem Kuhkamp“ beginnen, an der sowohl der Verbrauchermarkt Lidl als auch Rossmann, die Schulen, das Feuerwehrhaus sowie die Firma M+O Metall- und Oberflächentechnik und das Autohaus Grünhagen liegen. Laut Bauamtsleiter weise die Strecke teilweise große Schäden auf, weswegen ein Ausbau nötig sei. „Das ist eine Baumaßnahme des Landes. Wir werden diese aber begleiten“, sagt Walnsch.

Aktuell befinde man sich noch in Gesprächen, denn die Anlieger müssten trotz Baustelle in jedem Fall ihre Grundstücke erreichen können. „Es wird sicherlich Beeinträchtigungen geben, aber wir versuchen, diese so gering wie möglich zu halten“, versichert er. Die Kosten für den Ausbau trage das Land.

Im Zuge der Maßnahme sollen auch die östlichen Geh- und Radwege sowie die Kanäle erneuert werden, wofür die Stadt tief in die Tasche greife. Rund 200 000 Euro sind dafür eingeplant.

Ehemalige Molkerei

In Hoya steht darüber hinaus der Umbau der ehemaligen Molkerei an. Der erste Bauabschnitt sei bereits geschafft. „Dort baut sich das Druckereimuseum auf“, sagt der Bauamtsleiter. 2022 sollen die übrigen in Angriff genommen werden. Geplant ist, dass sich das Jugendzentrum „Conexxxx“ dort einfindet. Weiterhin soll ein Treffpunkt für Jung und Alt geschaffen werden. Die Anträge auf Zuschüsse sind gestellt, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund eine Millionen Euro.

Hochwasserschutz

Gerade erst wurden das neue Deichschart und die Hochwasserschutzanlagen im Osten Hoyas fertiggestellt, nun soll es schon in der ersten Woche des neuen Jahres mit dem Ausbau am Bakelberg weitergehen. „Dort soll eine Hochwasserschutzwand errichtet werden“, verrät der Bauamtsleiter. Diese müsse zwangsläufig durch die Gärten der anliegenden Grundstücke gebaut werden, man hoffe jedoch, größtmögliche Rücksicht auf die Eigentümer nehmen zu können. Kostenpunkt: rund 1,2 Millionen. 70 Prozent davon werden allerdings durch Zuschüsse gedeckt.

Umbau des „Nish“

Vor einiger Zeit verwandelte sich das ehemalige Polizeirevier in Hoya in ein Polizeikommissariat, womit auch die Anzahl der Beamten gestiegen ist. Nun wird mehr Platz benötigt, denn die alte Wache ist mittlerweile zu klein. „Daher sind wir aktuell in Gesprächen mit dem Land, um das ehemalige ,Nish‘ am Hasseler Steinweg für die Ausweitung des Kommissariats herzurichten“, kündigt Rolf Walnsch an. Da die beiden Gebäude nebeneinanderliegen, wäre dies eine ideale Lösung. Solch ein Umbau dauere jedoch. „Wir versuchen, die Maßnahmen allerdings in diesem Jahr durchzuführen.“ Die diesbezüglichen Kosten beziffert Walnsch auf rund eine Millionen Euro.

Deichstraße

Auch an der Deichstraße soll es 2022 nach langem Hin und Her endlich zu sichtbaren Veränderungen kommen. Dann sollen nämlich die Abbrucharbeiten durchgeführt werden, sodass eine Öffnung zur Weser hin stattfinden könne, so der Bauamtsleiter. „Damit wollen wir in diesem Jahr durch sein, damit Gespräche mit Investoren aufgenommen werden können.“

Sanierung der L 351

In Schweringen steht 2022 eine umfassende Sanierung der Landesstraße 351 an, für deren Realisierung das Land zuständig ist. In diesem Zuge sollen auch die Gehwege und Haltestellen erneuert werden. Die Kosten trägt das Land. „Auch bei dieser Maßnahme wollen wir die Auswirkungen der Baustelle auf den Verkehr und die Anlieger möglichst auf ein Minimum reduzieren“, so Walnsch.

Im Rahmen der Dorferneuerung solle zudem der Kreuzungsbereich Weserstraße/Dorfstraße neu gestaltet sowie Teilbereiche der Dorfstraße erneuert werden. „Bei diesem Projekt müssen wir uns ranhalten, da das Dorferneuerungsprogramm in Schweringen bald ausläuft“, so der Bauamtsleiter abschließend.

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