Umleitungen für den Verkehr

Vollsperrung zwischen Hoya und Hassel

Noch schlängelt der Verkehr sich an der Baustelle vorbei. Bald ist an dieser Stelle jedoch wegen einer Vollsperrung kein Durchkommen mehr.
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Noch schlängelt der Verkehr sich an der Baustelle vorbei. Bald ist an dieser Stelle jedoch wegen einer Vollsperrung kein Durchkommen mehr.

Hoya – Bisher konnte sich der Verkehr im Bereich des Hasseler Steinwegs an der Landstraße 330 in Hoya noch an der dortigen Baustelle vorbeischlängeln, damit soll aber bald Schluss sein. Die Stadt Hoya hat jetzt eine Vollsperrung angekündigt. Wer im Zeitraum vom 29. März bis einschließlich 11. April von Hoya nach Hassel oder umgekehrt fahren möchte, muss dafür einen anderen Weg wählen.

Der Grund: Die Bauarbeiten an den Hochwasserschutzanlagen für den östlich gelegenen Teil der Stadt, die bereits seit September 2020 laufen.

Diese schreiten gut voran, heißt es vonseiten der Stadt. Aktuell sind die Bauarbeiter dabei, die seitlichen Flügel des neuen Deichscharts aus Beton zu gießen. „Das ist allerdings abhängig vom Wetter“, sagt Sören Schumacher, Sachbearbeiter im Bereich Tiefbau. Darüber hinaus müssten noch Schächte gesetzt werden. Auch die Spundbohlen, die einige Meter tief in die Erde gerammt wurden und das Unterspülen des Deichscharts verhindern sollen, sind bereits gesetzt.

Nun steht noch die Herstellung der Betonteile auf dem Plan. „Es handelt sich dabei um die seitlichen Teile, die sogenannten Flügelwände“, erläutert der Sachbearbeiter weiter. Diese gelten als Anschluss für den Deich und müssten ausgemauert werden.

Ist das erst einmal geschafft folgen weitere Arbeitsschritte, und die machen eine kurzzeitige Vollsperrung der Straße unumgänglich, teilt die Stadt mit. Denn: Die Fahrbahn des Hasseler Steinwegs muss erneuert werden. Zudem stehen Arbeiten an den Gleisen der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (VGH) an.

„Diese sind in den vergangenen Jahren immer weiter abgesackt und müssen nun wieder auf Höhe gebracht sowie repariert werden. Dafür muss auch der Unterbau neu befestigt werden“, sagt Sören Schumacher über das weitere Vorhaben. In diesem Zuge werde außerdem der Asphalt in einem Teilabschnitt der Von-dem-Bussche-Straße, die in Richtung des Wertstoffhofes führt, erneuert. „Aufgrund dieser umfangreichen Arbeiten muss die Landesstraße zwischen Hoya und Hassel vom 29. März bis einschließlich 11. April für den gesamten Verkehr voll gesperrt werden“, verkündet die Stadt.

Von Hoya aus kommend ist die Von-dem-Bussche-Straße und damit der Hoyaer Wertstoffhof der „Betrieb Abfallwirtschaft Nienburg“ (BAWN) aber weiterhin erreichbar. Dort ist vorerst eine einspurige Nutzung der Fahrbahn möglich, und der Verkehr wird an dieser Stelle mit einer Ampel geregelt. Lediglich am 10. und 11. April ist die Von-dem-Bussche-Straße ebenfalls für den Verkehr voll gesperrt.

Auch bei diesen Arbeiten seien witterungsbedingte Verzögerungen nicht auszuschließen, so die Stadt. „An dieser Stelle müssen größere Schäden beseitigt werden. Diese Maßnahme sollte mit den anderen Arbeiten kombiniert werden, damit es nicht zu weiteren Beeinträchtigungen kommt“, erläutert der Sachbearbeiter. Darüber hinaus möchte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Nienburg noch Fahrbahnarbeiten am Hasseler Steinweg in Höhe des Unternehmens Sanum Kehlbeck vornehmen.

Die Umleitungen führen den Verkehr über Nienburg und Verden.

Damit Hoya und Hassel in diesem Zeitraum nicht vollständig voneinander abgeschnitten sind, soll der Verkehr über Verden und Nienburg umgeleitet werden. Zudem könnten Autofahrer die Möglichkeit nutzen und sich mit der Weserfähre von Schweringen aus nach Gandesbergen oder umgekehrt übersetzen lassen. Lastwagen bleibt diese Abkürzung jedoch verwehrt, denn sie könnten nicht mit dem Schiff transportiert werden. Radfahrer und Fußgänger führt die Umleitung über die Alhuser Straße und die Straße Auf dem Steinwerder.

Rund 2,5 Millionen Euro kostet das gesamte Projekt. 70 Prozent der Kosten stammen dabei aus der Förderung des Hochwasserschutzes im Binnenland, die restlichen 30 Prozent trägt die Stadt selbst. Mit der voraussichtlichen Fertigstellung sei im Frühjahr zu rechnen, heißt es auf der Homepage der Samtgemeinde. Sören Schumacher hofft auf Ende April – „vorausgesetzt es geht alles gut und das Wetter spielt mit.“

Danach folgt jedoch noch die Reparatur des Radwegs. „Ob wir damit direkt im Anschluss weitermachen oder ob sich das noch zeitlich verzögert, ist aktuell noch unklar“, sagt er. Für die Bauarbeiten war der Radweg teilweise aufgenommen worden, um Versorgungsleitungen zu verlegen. Das müsse im Anschluss noch korrigiert werden. „Diese Maßnahme passte allerdings in die zwei Wochen, in denen die Straße voll gesperrt ist, nicht mehr mit hinein, weswegen wir sie im Nachgang erledigen müssen“, räumt Sören Schumacher ein.

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