Facebook-Nutzer kritisieren Feuerwerk von Thies und Co.

Feuerwerk-Show: Viele Besucher trotz vorheriger Diskussion

Die Firma Thies und Co. aus Hoya hatte am vergangenen Wochenende zum Feuerwerk eingeladen. Rund 800 Menschen kamen, um sich das Spektakel auf dem Betriebsgelände anzusehen. Fotos: OLIVER SIEDENBERG

Hoya - Von Nala Harries. Das Zünden von Feuerwerkskörpern und Böllern ist momentan ein kontrovers diskutiertes Thema. Gerade am Silvesterabend, lassen es sich viele Bürger nicht nehmen, die Geister des alten Jahres auf diese Weise zu vertreiben. Die Firma Thies und Co. aus Hoya lädt seit rund fünf Jahren kurz vor dem Jahreswechsel zu einem Feuerwerk auf ihr Betriebsgelände beim Hagebaumarkt ein. Am vergangenen Wochenende kamen etwa 800 Menschen, um sich das bunte Spektakel anzusehen. Das teilt Martina Harmsen, die Assistentin der Geschäftsführung, auf Nachfrage mit.

Als sie Ende November das Event auf Facebook veröffentlichte, reagierten die Nutzer darauf mit einer angeregten Diskussion und forderten, das Feuerwerk einzustellen. Kommentare wie „Reicht das blöde Geknalle nicht an Silvester?“, „Da sollte man tatsächlich mal darüber nachdenken, ob das noch zeitgemäß ist“, „Braucht man nicht“ sowie „Hauptsache der Umsatz stimmt. Man kann auch Glühwein trinken, ohne gleichzeitig die Tierbestände in den umliegenden Ortschaften durch diese vorgezogene Knallerei zu verschrecken“ erreichten das Unternehmen. Daraufhin machten die Verantwortlichen Folgendes bekannt: „Im nächsten Jahr wird es die Veranstaltung nicht mehr geben.“ Aber auch damit war die Öffentlichkeit scheinbar nicht zufrieden, denn einige bemängelten, warum das Feuerwerk nicht sofort eingestellt werden könnte. „Die Überlegungen sowohl die Veranstaltung als auch den Verkauf der Feuerwerkskörper durch den Hagebaumarkt zu canceln, entstand bereits Anfang 2019, als die Diskussion über die erhöhte CO2- und Feinstaubbelastung in den Fokus rückte“, erklärt Harmsen, und weiter: „Aber die Planung eines solchen Events braucht viel Vorlauf und es war schon alles organisiert, da konnten wir nicht absagen.“ Die Entscheidung, in diesem Jahr zum letzten Mal ein Feuerwerk zu veranstalten, stand also fest.

Doch es sollte ganz anders kommen: Trotz der vorherigen Diskussion kamen sogar noch mehr Menschen, als in den Vorjahren zu der Veranstaltung. „Wir waren angenehm überrascht“, sagt Harmsen. 2017 habe sich auf dem Betriebsgelände noch eine kleine Gruppe versammelt, 2018 seien es schon um die 500 bis 600 Menschen gewesen und am vergangenen Wochenende kamen dann rund 800 Personen. „Viele sprachen uns an und teilten uns mit, wie schade es sei, dass jetzt Schluss mit dem Feuerwerk ist“, erzählt Harmsen. Darüber hinaus hätten auch einige darum gebeten, dass die Firma noch einmal über ihre Entscheidung nachdenken solle.

Feuerwerk auf Probe - beim Hagebaumarkt in Hoya

 © Oliver Siedenberg
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„Die gute Resonanz in diesem Jahr brachte uns jetzt dazu, uns im Januar noch einmal zusammenzusetzen und das Ganze zu überdenken, also, ob die Veranstaltung sowie der Verkauf der Feuerwerkskörper doch noch weiter stattfindet“, meint Harmsen. Falls es bei der Entscheidung bleibe, möchte die Firma eine Alternative anbieten können. „Der Hagebaumarkt, der im Eigentum der Firma Thies und Co. ist, feiert 2020 sein 25-jähriges Bestehen. Von daher möchten wir uns etwas Schönes ausdenken. Allerdings stehen die Planungen dafür noch bevor und es ist noch nicht klar, wie eine Alternative aussehen könnte“, sagt die Assistentin der Geschäftsführung.

Bereits in den vergangenen Jahren spendete Thies und Co. den Erlös aus dem Verkauf der Getränke an wohltätige Zwecke. 2017 und 2018 unterstützte die Firma Günther Tonn aus Marklohe, der an amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt war und zwischenzeitlich gestorben ist. 2019 gehen die eingesammelten Spenden von rund 1 000 Euro an den Verein „Schäfchen läuft für Lotte – Leukodystrophien und Menschen in Not“ aus Hoya.

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