Feuer bricht in Anbau eines Wohnhauses aus / Vier Wehren vor Ort

Viel Rauch aber keine Verletzten bei Brand in Hassel

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Unter Atemschutz deckten die Feuerwehrleute zunächst die Dachpfannen ab, um das Feuer löschen zu können. Später half die Besatzung der Drehleiter aus Nienburg.

Hassel - Der Anbau eines Wohnhauses in Hassel ist heute Mittag kurz nach 12 Uhr in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte ihn nicht mehr retten. Sie bewahrte aber erfolgreich das angrenzende Wohnhaus einer Familie vor einem Übergreifen der Flammen. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt, die Bewohner des Hauses hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht.

Um 12.26 Uhr wurden die Feuerwehren Hassel, Eystrup und Hoya an den Mühlenweg in Hassel gerufen. Aufgrund der nach dem Notruf zunächst unklaren Lage setzte die Leitstelle auch gleich die Nienburger Drehleiter in Bewegung, erklärt der stellvertretende Gemeindebrandmeister Georg Bühmann. Bis zu deren Eintreffen behalfen sich die örtlichen Feuerwehrleute mit Steckleitern. Vor Ort waren auch die Polizei aus Eystrup und Hoya sowie der Rettungsdienst aus Hoya, der aber nicht eingreifen musste. Um das Feuer löschen zu können, galt es zunächst, das Dach des Anbaus abzudecken, um Wasser ins Gebäude zu bekommen. „Wir konnten erkennen, dass sich das Feuer in Richtung Wohnhaus entwickelte und haben uns darauf konzentriert, es vor dem Haus zu halten“, sagt Georg Bühmann.

Auf Teilen des Dachbodens des Anbaus war Stroh gelagert, was die Löscharbeiten ebenso erschwerte wie die lange Zeit starke Rauchentwicklung. Durch die Witterung wurde der Qualm zu Boden gedrückt und zog dort zwischen den zahlreichen Fahrzeugen der Feuerwehr durch. Unter Atemschutz erklommen die Einsatzkräfte die Steckleitern. Später kam die Drehleiter aus Nienburg zum Einsatz. Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrkräfte im Einsatz, darunter zahlreiche Atemschutzgeräteträger. Nachdem der Brand in dem ehemals als Mosterei genutzten Anbau gelöscht war, stellte die Feuerwehr Hassel eine Brandsicherheitswache auf – vor allem wegen des im Anbau gelagerten Strohs, erklärt Georg Bühmann. Darin können immer wieder Schwelbrände entstehen.

Brand in Hassel

Die Feuerwehr konnte heute zur Brandursache und zur Schadenshöhe keine Angaben machen. Die Tatortgruppe der Polizei war ebenfalls vor Ort und hat Untersuchungen angestellt. Die Beamten der zuständigen Stelle in Nienburg konnten wir gestern jedoch nicht mehr für eine Stellungnahme erreichen.

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