Jugendzentrum „Chilly“ begrüßt Gäste

Viel Musik und Sport beim Sommerfest für Flüchtlinge

Die „Chilly“-Kids sangen mit den Betreuerinnen Annette Kowalewski (links) und Petra Isermann (rechts) das von Kowalewski gedichtete „Chilly“-Lied. - Foto: Marion Thiermann

Eystrup - Von Marion Thiermann. Auf dem Gelände des Jugendzentrums „Chilly“ in Eystrup wurde am Sonnabend bei bestem Wetter ein Willkommens-Sommerfest für die Flüchtlingsfamilien aus der Samtgemeinde gefeiert. Organisiert hatte es das Jugendzentrum „Chilly“ zusammen mit dem Kreisjugendring Nienburg und in Kooperation mit dem TSV Eystrup und dem Spielmannszug Doenhausen.

Der Kreisjugendring Nienburg unterstützt Mitgliedsvereine im Landkreis, die in der Jugendarbeit aktiv sind. Zu ihnen gehören hauptsächlich Jugendzentren, aber auch Sportvereine, erklärte Madlien Horlbeck vom Kreisjugendring.

Essen und miteinander ins Gespräch kommen – das war ein Ziel des Sommerfestes. - Foto: Marion Thiermann

In der Samtgemeinde Grafschaft Hoya leben derzeit 281 Flüchtlinge, die dezentral untergebracht sind. Sie werden unterstützt von 45 Paten, die allesamt eine Einladung bekommen hatten, zusammen mit den Flüchtlingsfamilien mitzufeiern. „Das Wetter ist so gut, dass einige wohl das Schwimmbad vorgezogen haben. Aber wir freuen uns, dass doch einige den Weg zu uns gefunden haben“, sagte Petra Isermann, Leiterin des Jugendzentrums in Eystrup bei ihrer Begrüßung. Bei dem Sommerfest waren rund 80 Gäste anwesend. Zu ihnen zählten auch Renate Paul und Mike Fuchs vom Flüchtlingshilfe-Verein „Brot und Salz“, Abgeordnete des TSV Eystrup und der Spielmannszug Doenhausen, Bianca Meier von der Samtgemeindeverwaltung und Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer.

„Das Fest ist eine gute Gelegenheit mit den durch Krieg und Vertreibung zu uns gekommenen Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen und sie kennenzulernen. Beide Seiten können viele Chancen und Vorteile aus solch einer Sache ziehen“, sagte Detlef Meyer in einer Ansprache und bedankte sich bei den Organisatoren. 

Nach der Begrüßung, welche die meisten von Schattenplätzen aus verfolgten, wurde ein interkulturelles Büfett eröffnet. Es gab Geflügel- und Schweinefleisch sowie Gemüsespieße vom Grill, außerdem Salate, Brot und Kuchen – beigesteuert von einigen Gästen.

Zudem hatten die Veranstalter ein kurzweiliges, buntes Programm auf die Beine gestellt. Die „Chilly“-Kids sangen unter der Leitung von Annette Kowalewski das „Chilly“-Lied. In diesem von ihnen selbst gedichtetem Song geht es um das, was sie im Jugendzentrum erleben und wie viel Spaß sie dabei haben. Die „Chilly“-Girls führten drei Choreografien vor, die sie zusammen mit Betreuerin Petra Isermann bei ihren Tanznachmittagen einstudiert hatten.

Eine Wing-Tsung-Vorführung hatte Übungsleiter Herbert Gasner organisiert, der die Selbstverteidigungsart einmal wöchentlich im Jugendzentrum anbietet. Der Spielmannszug Doenhausen marschierte nach einem Auftritt auf der Domweih in Verden auf das Gelände und gab einige Lieder zum Besten.

Auch der TSV Eystrup hatte sich einige Aktionen ausgedacht: Im Verein sind derzeit zehn Flüchtlingskinder in den Sparten Fußball und Turnen aktiv. „Die haben Spaß und Drang, sich zu bewegen. Da sind richtige Talente bei“, sagte Jugendwart Steffen Lühring.

Neben einem Reaktionstest, bei dem es galt, eine Erbse die aus einem Schlauch rollte, mit einem Gummihammer zu erwischen, konnten die Gäste auch Shuffleboard und Leitergolf spielen und ihre Torschussgeschwindigkeit beim Fußball messen lassen.

Als Erinnerung an das Sommerfest hinterließen viele Gäste ihre Handabdrücke mit bunten Farben auf einem Plakat, das nun im Jugendzentrum aufgehängt wird.

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