Verschiedene Anträge abgenickt

Schulausschuss zeigt sich großzügig

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Mediengruppe Kreiszeitung

Hoya - Von Horst Friedrichs. „Wir sollten jetzt nicht einfach dasitzen und abwarten. Für die Flüchtlinge werden Lehrer gebraucht. Darum müssen wir uns rechtzeitig kümmern.“ Das erklärte Kommunalpolitiker Friedrich Niemeyer (Eystrup) am Mittwochabend zum Abschluss einer öffentlichen Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Grafschaft Hoya – und erfuhr, dass Letztere dafür eigentlich gar nicht zuständig ist.

Die Samtgemeinde müsse nur für die Unterbringung von Flüchtlingen sorgen, erklärte der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Wilfried Imgarten. Den Schulunterricht für Asylsuchende organisiere das Land Niedersachsen.

Im Landkreis Nienburg, sagte Schulausschuss-Vorsitzende Elisabeth Kurowski (Schweringen) während der Sitzung im Hoyaer Rathaus, übernehme die Volkshochschule den Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge außerhalb der Schulen. Sie sah in diesem Bereich aktuell keinen Handlungsbedarf.

Dass die Anzahl der Schüler an sich in den nächsten Jahren sinken dürfte, machte Britta Grohs von der Verwaltung deutlich. Die örtlichen Geburtenzahlen seien weiter rückläufig: Letztes Jahr seien im Bereich der Samtgemeinde Grafschaft Hoya nur 102 Kinder zur Welt gekommen.

Nach der Sitzungseröffnung durch Elisabeth Kurowski berichteten die Schulleiterinnen Liane Ehbrecht (Hassel und Wechold), Cornelia Kehlbeck-Raupach (Eystrup), Helena Buschmann (Hoya) und Nicole Wittenberg (Bücken) über den Stand der Dinge an den von ihnen vertretenen Grundschulen. Auf Anregung von Elisabeth Kurowski soll beim Land Niedersachsen wegen einer möglichen Übernahme von Inklusionskosten angefragt werden. Das Land schreibt sämtlichen Schulen vor, dass sie allen Mädchen und Jungen einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang bieten, also inklusiv sein müssen – was mit hohen personellen und räumlichen Kosten verbunden ist.

Einem Antrag der Grundschule am Sudthal in Hassel auf Fortführung des Freiwilligendiensts in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Sportverein im Schuljahr 2016/2017 stimmte der Ausschuss einhellig zu. Demnach wird die schon zwei Jahre bestehende Kooperation zwischen der Grundschule und dem TSV Hassel im neuen Schuljahr mit 50 Prozent der Kosten (bis zu 250 Euro im Monat) gefördert. Der Aufwand für die Samtgemeinde beträgt in dem nur elf Monate dauernden Schuljahr also maximal 2750 Euro.

Ebenfalls einstimmig beschloss der Ausschuss, der Hasseler Grundschule 3200 Euro für den Kauf von Blechblasinstrumenten zur Verfügung zu stellen. Weitere 1150 Euro steuerte der Förderverein der Grundschule bei, sodass für insgesamt 4350 Euro 16 Blechblasinstrumente für die Bläser-Arbeitsgemeinschaft der Klassen zwei bis vier angeschafft werden können. Die Instrumente gehen ins Eigentum der Grundschule über und werden gegen eine Kaution an die Kinder verliehen. Die 3200 Euro will die Samtgemeinde Grafschaft Hoya auf die Haushaltsjahre 2016 und 2017 verteilen.

Unisono wurden auch weitere Haushaltsmittel empfohlen, die die Grundschulen der Samtgemeinde für die Anschaffung von Ausstattungsgegenständen beantragt hatten. Dabei ging es unter anderem um neues Mobiliar für Klassenräume sowie um den Kauf interaktiver White- beziehungsweise Smartboards für mehrere Schulen. Vorrangig soll damit zunächst in den Klassen drei und vier, mittelfristig aber in allen Jahrgangsstufen gearbeitet werden.

Ausschussmitglied Heinz-Konrad Derboven (Warpe) wies darauf hin, dass dringender Nachholbedarf bestehe, weil Deutschland bei der Ausstattung seiner Schulen mit Smartboards Schlusslicht im internationalen Vergleich sei.

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