Rat verabschiedet Haushalt

Hämelhausen baut Straßen aus

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Mediengruppe Kreiszeitung

Hämelhausen - Von Michael Wendt. „Wir fahren mit unserem Haushalt immer auf Sicht“, sagte Hämelhausens Bürgermeister Johann Meyer (Wählergemeinschaft) bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend, „aber es soll auch keinen Stillstand geben – wenn es nötig ist, geben wir Geld aus“. Und genau das tut die kleine Gemeinde. 2016 will sie die Straßenerneuerungen fortsetzen. Das beschloss der Rat im Gasthaus Klusmann ebenso einstimmig wie die Haushaltssatzung 2016.

Die Hebesätze für die Grundsteuern (330 Prozent) und die Gewerbesteuer (380 Prozent) bleiben unverändert. Aber die Einnahmen daraus, zusammen rund 80000 Euro, sind insgesamt gering, sagte Gemeindedirektorin Astrid Schwecke. Anders sei es beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer. 165000 Euro nimmt Hämelhausen daraus 2016 geschätzt ein.

Große Sprünge kann und will Hämelhausen dennoch nicht machen. Das Haushaltsdefizit beträgt laut Plan knapp 83000 Euro. Es ist aber durch Rücklagen gedeckt. Wie schon die Vorjahre, so lief auch 2015 finanztechnisch besser als geplant. „Ich gehe davon aus, dass wir rund 40000 bis 50000 Euro Überschuss haben“, sagte Astrid Schwecke. Noch sei der Abschluss aber nicht fertig. Eingeplant war ein Defizit in Höhe von 35000 Euro. Allerdings nahm die Gemeinde mehr Steuern ein als gedacht, zum Beispiel 40000 statt 16000 Euro bei der Gewerbesteuer.

Zurück zu diesem Jahr. Die liquiden Mittel Hämelhausens verringern sich wahrscheinlich von 450000 Euro auf 80000 Euro. Hauptgründe sind die Neupflasterung der Straße Auf den Kohlhöfen für rund 125000 Euro sowie der Endausbau der Baustraße Mühlenberg für 40000 Euro.

Im Haushalt eingeplant sind ferner unter anderem

– ein um 1000 auf 1500 Euro erhöhter Zuschuss für die Seniorenarbeit, die es seit 40 Jahren gibt-

– 10000 Euro für das Erstellen der Dorfchronik sowie

– 4100 Euro für die Bezuschussung des Kindergartenkinder-Transports.

„Wir sind eine kinderfreundliche Kommune“, sagte Johann Meyer. Zwar gebe es anders als in Nachbargemeinden keinen Zuschuss für bauwillige Familien, wohl aber für den Transport zum Kindergarten in Eystrup. Den erhöht die Gemeinde ab März von 15 auf 20 Euro im Monat. „Damit tragen wir rund die Hälfte der Kosten“, sagte Meyer.

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