Eitzendorf-Magelsen-Wechold

Pastor Andreas Laack stellt sich vor

Pastor Andreas Laack möchte zum 3. November die Pfarrstelle im Pfarrverbund Eitzendorf-Magelsen-Wechold antreten. Foto: Uwe Campe
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Pastor Andreas Laack möchte zum 3. November die Pfarrstelle im Pfarrverbund Eitzendorf-Magelsen-Wechold antreten.

Eitzendorf - Von Uwe Campe. „Wir sind hier zusammengekommen, um gemeinsam den Aufstellungsgottesdienst von Pastor Andreas Laack zu feiern – und das bin ich.“ Mit diesen Worten stellte sich am Sonntagabend der neue Seelsorger des Pfarrverbunds Eitzendorf-Magelsen-Wechold den etwa 170 Besuchern in der gut gefüllten Eitzendorfer St.-Georg-Kirche vor, von denen sich die meisten sicherlich auch einen ersten Eindruck von ihrem zukünftigen, ihnen aber bislang persönlich nicht bekannten Theologen verschaffen wollten.

Und dieser erste Eindruck war richtig gut, denn er war gleichzeitig unaufgeregt, souverän und authentisch. Mit klarer und gut akzentuierter Stimme absolvierte Pastor Laack den liturgischen Teil des Gottesdienstes, um in der anschließenden etwa 15-minütigen Predigt das Sprichwort „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ zu thematisieren. Von diesem schlug er den Bogen zu dem zuvor aus dem Evangelium des Matthäus Kapitel 6 vorgelesenen Text, in dem sich der Evangelist mit dem Schätzesammeln und dem Sorgen auseinandersetzt. Dass der Pastor während der Predigt nicht an allen Plätzen gleich gut zu verstehen war, lag eher an der eigenwilligen Akustik der Eitzendorfer Kirche, die, wie Kirchenvorstand Hans-Hermann Maack erklärte, zuweilen auch ihre eigenen Wege gehen würde.

Sofern in den nächsten zwei Wochen nicht noch gravierende Einwände erhoben werden, womit vermutlich eher nicht zu rechnen ist, kann Laack am 3. November planmäßig in der Wecholder St.-Marien-Kirche in sein neues Amt eingeführt werden. Damit würde dann die nach dem Ausscheiden der langjährigen Pastorin Friederike Werber zu Beginn dieses Jahres entstandene Vakanz überraschend früh ihr Ende finden – zur Freude der Gemeindeglieder, aber auch der Kirchenvorstände, die sich einstimmig für ihn entschieden hatten.

Pastor seit 1998, war Laack zuletzt in Landolfshausen im Kirchenkreis Göttingen seelsorgerisch tätig, wo er bis 2016 für mehrere Ortschaften sowie anteilsmäßig für Nachbargemeinden zuständig war. Im Januar 2019 habe er sich anlässlich der Ausschreibung der jetzt zu übernehmenden Pfarrstelle erstmals auf den Weg nach Eitzendorf gemacht, wo er von den Kirchenvorständen herzlich empfangen worden sei und zudem „dieses wundervolle Gotteshaus“ vorgefunden habe, verdeutlichte er im Gottesdienst. Zusammen mit den beiden nicht minder schönen Dorfkirchen in Magelsen und Wechold hätten sie ihn in seinem Beschluss bestärkt, sich dort um die vakant gewordene Pfarrstelle zu bewerben.

„Ich wollte unbedingt wieder auf eine Landpfarrstelle, weil man dort mit den Menschen enger verbunden ist. Man grüßt sich und behält sich im Blick. Da schlägt mein Herz und ich fühle mich beheimatet.“ Mit diesen Worten hatte der 57-Jährige, der in seiner Freizeit gerne liest und musiziert, bereits im Vorfeld seine Motivation deutlich gemacht, nach der in den vergangenen Jahren erfolgten Elternzeit jetzt noch einmal ein neues Aufgabenfeld und die damit verbundenen Herausforderungen zu suchen. Da nach Angabe von Ortrud Hecht, Mitglied des Wecholder Kirchenvorstands, auch die anderen Kirchenvorstände von Beginn an von Laack überzeugt waren, scheint die Chemie schon mal zu stimmen.

In den nächsten Wochen wird der neue Pastor, gemeinsam mit Ehefrau Isabel, einer promovierten Religionswissenschaftlerin und ausgebildeten Organistin, sowie dem vierjährigen Sohn Maris, das dann gründlich renovierte Wecholder Pfarrhaus beziehen. Daran, dass er von dort aus in den kommenden Jahren auch in der praktischen Gemeindearbeit erfolgreich wirken wird, bestehen mit Blick auf seine langjährige Berufserfahrung und dem in der Predigt zitierten Motto „Wo ein Wille, da ein Weg“ kaum Zweifel.

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