Unternehmen feiert am 28. Juni 25 Jahre Papiermaschine 2 / Ausbildungsmesse

Tag der offenen Tür bei Smurfit Kappa

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Einen Einblick in die Papierproduktion bei Smurfit Kappa erhalten Interessierte am Sonntag, 28. Juni.

Von Andree Wächter. „Der Standort Hoya ist fit für die Zukunft“, sagt Smurfit-Kappa-Geschäftsführer Armin Buschmann. Der Papierproduzent hat in den vergangenen drei Jahren rund 50 Millionen Euro in das Werk investiert. Am Sonntag, 28. Juni, ist ein Tag der offenen Tür.

Gefeiert werden zehn Jahre Smurfit Kappa, 25 Jahre Papiermaschine (PM 2) und 625 Jahre Papierherstellung in Deutschland. Ebenfalls am Sonntag stellt die Firma bei einer Ausbildungsmesse ihre Ausbildungsberufe vor. Zwischen 11 und 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr) können die Gäste einen Blick in die Produktionshallen werfen.

Vom Bahnhof Hoya fährt der Kaffkieker kostenlos ins Werk und zurück. Auf dem Gelände wird ein Festzelt aufgebaut. Dort gibt es Informationen über den Standort, und die Auszubildenden stellen ihre Berufe vor. Smurfit Kappa bildet Papiertechnologen, Schlosser, Elektriker und Abwassertechniker aus. Dazu kommen einige Büroberufe.

Im Zelt können die Besucher Papierschöpfen, und an einer funktionsfähigen Modellpapiermaschine sehen sie das, was in den Produktionshallen passiert. Weiterhin sind im Zelt zahlreiche Infotafeln aufgestellt, und eine Kinderbetreuung ist eingerichtet.

„Bei einem Rundgang durch die Hallen sollten die ganz kleinen Kinder vielleicht nicht dabei sein, denn es ist laut, stinkt und ist warm“, sagt Buschmann. Die Besucher können sich frei in den Hallen und auf dem Firmengelände bewegen. Mitarbeiter oder Infotafeln erklären die einzelnen Herstellungsschritte von Papier.

Die Erfolgsgeschichte in Hoya begann 1957. Damals startete die Papierproduktion. Jahrelang war die Fabrik unter den Namen Europakarton bekannt. „In Hoya sagen viele immer noch Europakarton, obwohl wir diverse Namensänderungen hatten und seit zehn Jahren Smurfit Kappa heißen“, sagt der Geschäftsführer schmunzelnd.

Die modernste Maschine in Hoya ist die Papiermaschine 2 (PM 2). In den vergangenen drei Jahren wurde sie auf den neusten Stand der Technik gebracht. Sie ist jetzt in der Lage, Papier mit geringem Gewicht herzustellen. Dieses ist wichtig, weil Verpackungen immer leichter werden müssen. „Das ist der Trend. Je weniger Verpackung, desto besser ist die Ökobilanz“, sagt Buschmann. Die PM 2 produziert Wellpappen-Rohpapiere aus Altpapier. Daraus werden in anderen Werken unter anderem Kartons für den Versandhandel hergestellt. „Dieser Markt wächst“, sagt Armin Buschmann. Laut der Firmen-Homepage produziert das Werk Hoya jährlich rund 340000 Tonnen Wellpappen-Rohpapiere, insgesamt sind es rund 450000 Tonnen, alles aus Altpapier.

Vor 25 Jahren wurde die PM 2 gekauft. „Das war für den Standort Hoya eine sehr wichtige Entscheidung“, sagt Armin Buschmann.

Das fertige Papier wird per Lkw oder Bahn transportiert. Schiffe werden ab Hoya nicht eingesetzt. Der Grund: Die nationalen Abnehmer verfügen über keinen Hafen. Die Produktionsstätten von Smurfit Kappa in Großbritannien werden aber per Schiff angesteuert. Sie fahren ab Bremen, und die Fracht kommt per Bahn. Die Logistik dafür übernehmen die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (VGH). Rund 100000 Tonnen Papier transportieren die VGH jährlich über die Schiene.

Das zweite Standbein am Standort Hoya sind Nischenprodukte. Sie werden mit der PM 1 hergestellt. Für die Lebensmittelindustrie fertigt das Werk Hoya eine Verpackung mit Aktivkohlefilter. Wie eine Art Katalysator filtert sie Verunreinigungen aus der Luft. Ein anderes Produkt sind Verpackungen mit spezieller Beschichtung. Sie sind fett- oder wasserabweisend.

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