Umbauarbeiten dauern bis November / Kosten: 220000 Euro

Mehr Platz im Güterschuppen Eystrup

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Bürgermeister Wilhelm Bergmann-Kramer (rechts) und Horst Wyss vom Heimatverein Eystrup freuen sich, dass die Sanierung des Güterschuppens startet.

Von Andree Wächter. „Die Aufträge sind vergeben“, sagt Architekt Burkhard Bruns. Er hat die Entwürfe für den Umbau des Güterschuppens Eystrup gezeichnet. Auf einer Infoveranstaltung präsentierte Bruns den Mitgliedern des Heimatvereins Eystrup die Pläne. Eine rege Diskussion gab es um den Lärmschutz. Mitte November soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Der alte historische Güterschuppen am Bahnhof Eystrup ist das Domizil des Heimatvereins Eystrup. Ein Teil des Innenraums des Gebäudes ist bereits saniert. Jetzt folgen der hintere Teil, einige Fenster und ein Geländer. Hauptanliegen war die Vergrößerung des Veranstaltungsraums. „Dazu wird die mittlere Trennwand weiter nach hinten versetzt“, erklärte Bruns. Aus dem 104 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum wird ein 141 Quadratmeter großer. Dann können bis zu 200 Besucher zu Veranstaltungen kommen.

Bei den Planungen mussten die Architekten die Wünsche der Vereinsmitglieder, der Denkmalpflege und das Budget berücksichtigen. Dazu müssen alle Umbauten barrierefrei sein.

Architekt Burkhard Bruns erklärte den rund 20 Anwesenden die Details. Dazu pinnte er die Pläne an eine große Pappe, die passend an einem Bauzaunelement hing. Das Konzept sieht weiterhin eine Mischnutzung des Güterschuppens vor, also als Treffpunkt für Versammlungen und Veranstaltungen.

Die Vereinsmitglieder stellten Fragen zur Heizung und zum Lärmschutz. „Geheizt wird der Veranstaltungsraum mit einer sogenannten Strahlungsheizung“, erklärte Bruns. Dabei hängen die Strahler unter der Decke. Der Vorteil ist, dass sie sehr schnell den Raum erwärmen.

Keine klare Aussage traf der Architekt in Bezug auf den Lärmschutz. Der Güterschuppen steht neben der Bahnstrecke Bremen - Hannover. Die Vereinsmitglieder befürchten bei kulturellen Veranstaltungen zu viel Lärm durch vorbeifahrende Züge. Eystrups Bürgermeister Wilhelm Bergmann-Kramer beruhigte die Mitglieder: „Lasst es uns so bauen wie vorgeschlagen und schauen, was passiert. Wenn es nicht funktioniert, werden wir eine Lösung finden.“

Eine Lösung für das Geländer an der Verladerampe präsentierte der Architekt. „Die Elemente sind mobil und können bei Bedarf entfernt werden“, sagte Bruns. Nützlich, denn bei einigen Veranstaltungen mit historischen Fahrzeugen demonstrieren die Mitglieder das Verladen von Stückgut über die Rampe.

Gemeindedirektor Detlef Meyer lobte das Vorhaben: „Ein tolles Alleinstellungsmerkmal für den Bahnhof. Jetzt ist auch alles baurechtlich sicher.“ Laut seiner Aussage kostet der Umbau die Gemeinde Eystrup 220000 Euro.

Nicht enthalten ist der Einbau des letzten Fensters. „Da finden wir eine Lösung“, versprach Meyer. Weil sich hinter dem Fenster ein Lagerraum befinden wird, wurde der Austausch nicht mit eingeplant. Alle waren sich einig, dass das letzte Fenster auch saniert werden muss. Sonst sei der Gesamtanblick gestört.

Zwar sind alle Aufträge vergeben, noch sind aber alle Entscheidungen nicht getroffen. Freigelegte Balken sollen sandgestrahlt werden – die Frage ist, in welchem Farbton. „Zuerst machen wir eine Probestrahlung, um zu sehen, wie es aussieht. Wir können dann den Farbton anpassen“, sagte Burkhard Bruns. Genauso verfahren die Experten beim Fußboden und bei den Malerarbeiten.

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