Ältere Generation zeigt großes Interesse an der Gründung eines Seniorenbeirats

Überwältigende Resonanz

Vor Stellwänden erörterten die Teilnehmer einer Bürgerinfo im Lindenhof Hoya Fragen und Vorschläge zum Thema Seniorenbeirat. Fotos: Horst Friedrichs

Samtgemeinde - Von Horst Friedrichs. „Seniorenbeirat“ stand auf dem Plan – und viele, viele kamen. „Ich bin begeistert“, sagte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer. „Mit einer derart großartigen Resonanz haben wir nicht gerechnet.“ Anlass für seine Freude war der enorme Zuspruch zu einem Informationsnachmittag für Bürger der Samtgemeinde Grafschaft Hoya im Lindenhof. Meyer begrüßte dazu auch Nienburgs früheren Bürgermeister Peter Brieber und das Ehepaar Rosel und Reinhard Wandmacher vom Nienburger Seniorenbeirat.

Der Zustrom der Interessierten schien nicht abreißen zu wollen, bis der trefflich vorbereitete Lindenhof-Saal voll besetzt war. Auch Ursula Priggen-de Riese vom Familienservicebüro Hoya hieß die Zuhörer willkommen und zeigte sich überwältigt von deren großer Zahl. Peter Brieber, Meyers ehemaliger Bürgermeisterkollege, wirkte als Moderator mit. Brieber überrascht: „Ich hatte gedacht, wir würden hier mit einem Dutzend Gästen im Halbkreis vor einer Schautafel stehen und mit mäßigen Interesse über die Frage des Tages diskutieren.“

„Seniorenbeirat – wofür brauchen Senioren eine Interessenvertretung?“, lautete ebendiese Frage (wir berichteten). Damit hatten sich Ursula Priggen-de Riese und ihre Mitinitiatorinnen im Vorfeld ausführlich befasst und ein ausgeklügeltes Programm für die Bürgerinfo erarbeitet. Die Teilnehmer der Bürgerinfo verteilten sich auf sechs Tische vor jeweils einer dazugehörigen Stellwand, die mit einem von sechs Themenkreisen überschrieben war. Für jeden davon stand eine Moderatorin zur Verfügung. Dabei ging es um das Wohnen im Alter, um Hilfen und Hürden im Alter, um Einsamkeit und Kontaktmöglichkeiten im Alter, um Angebote für Senioren, um Verbesserungswürdiges und Wünschenswertes sowie letztlich um die Frage des Tages, die nach der Notwendigkeit eines Seniorenbeirats. Etwa zehn Minuten hatten die Gäste an jedem Tisch Zeit, über das Thema der dazugehörigen Stellwand zu diskutieren, Fragen zu stellen und Vorschläge zu machen. Die Ergebnisse wurden mittels Zetteln auf die Stellwand geklebt. Waren die zehn Minuten um, gab Peter Brieber den Gästen mittels Gong das Zeichen, jeweils im Uhrzeigersinn an den nächsten Tisch und damit an die nächste Stellwand zu wechseln.

Nachdem dieser Austausch sechsmal vollzogen worden war, berichteten die Moderatorinnen – Britta Grohs, Tanja Fischer, Ina Brendel, Carola Cordes, Susanne Korth und das Ehepaar Wandmacher – in einer Zusammenfassung über die vielen zusammengetragenen Diskussionsbeiträge. „Das ist eine tolle Grundlage für den Samtgemeinderat, wenn er über die Gründung eines Seniorenbeirats entscheidet“, sagte Peter Brieber. Ursula Priggen-de Riese schilderte, wie es nun weitergeht. Zunächst gelte es, die Stichwortsammlung der Bürgerinfo auszuwerten und zu bündeln und die Beschlussfassung im Samtgemeinderat vorzubereiten. Falle diese pro Seniorenbeirat aus, werde ein Wahlverfahren festgelegt. Danach würden dann sieben bis neun Mitglieder, die mindestens das 60. Lebensjahr vollendet haben und in der Samtgemeinde wohnen, gewählt. Den Abschluss des Verfahrens bilde schließlich die konstituierende Sitzung des Seniorenbeirats. Seine Funktion bestehe darin, parteipolitisch ungebunden und ohne Stimmrecht im Samtgemeinderat Aufgaben aus eigener Initiative zu entwickeln.

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