Über-65-Jährige absolvieren Fahrsicherheitstraining / Ziel: Im Alter mobil bleiben

Seminar „Fit im Auto“ ist ein Hit bei Senioren

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Auf einem Plakat stellten die Seminarteilnehmer mit Klebepunkten ihre Erfahrungen als Autofahrer dar.

Hoya - Von Horst Friedrichs. Senioren sollten sich sicher fühlen, wenn sie ihr Auto lenken. „Bleiben Sie in Übung“, rät ihnen deshalb Polizeibeamter Timo Heine aus Nienburg. Mit diesem Satz eröffnete er gestern in der Hoyaer Fahrschule Dietmar Selent seinen Vortrag vor zwölf Teilnehmern des Seminars „Fit im Auto“.

Als Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Nienburg lieferte Heine seinen Zuhörern – Mindestalter: 65 Jahre – Informationen, aktuelle Hinweise zur Straßenverkehrsordnung, aber auch Lob: „Als Verkehrsteilnehmer bauen Sie auf einem großen Erfahrungsschatz auf, und Sie gehören ganz sicher nicht zu denjenigen, die die meisten Unfälle verursachen.“

„Fit im Auto“ ist ein Hit: Das gestrige Seminar in Hoya war die dritte Veranstaltung dieser Art im Landkreis Nienburg, und 50 weitere Personen stehen auf der Warteliste. Im Dezember soll es mit dem Programm weitergehen. „Neben dem Verhalten im Straßenverkehr“, sagte Paul Kornacker von der Kreisverkehrswacht gestern in Hoya, „gibt es in unserem Seminar vor allem Infos über neue Verkehrsregeln.“

Angst mussten die Teilnehmer nicht haben – zum Beispiel davor, womöglich den Führerschein abgeben zu müssen, wenn ihre Leistungen nicht ausreichten. „Wir testen die Fahrtauglichkeit unverbindlich und ohne Stress“, versicherte Jürgen Lisitzki von der Verkehrswacht Nienburg. Dem schloss sich Polizist Heine an und betonte: „Ich halte nur den Vortrag. Danach bin ich wieder weg.“ Und zwinkernd fügte er hinzu: „Also keine Kontrolle!“

Für die Praxis des Autofahrens empfahl Heine seinen Zuhörern unter anderem, sich körperlich fit zu halten und das geistige Potenzial mit Denksportaufgaben zu trainieren.

Nach der gemütlichen Runde in Dietmar Selents Schulungsraum ging es hinaus ins Herbstwetter. In zwei Gruppen absolvierten die Teilnehmer den praktischen Teil des Programms. Gruppe eins brach zum „Fahren auf öffentlichen Straßen“ auf – jeweils drei Personen in zwei Fahrschulwagen unter der fachkundigen Obhut der Fahrlehrer Dietmar Selent und Bernd Albinus. Gruppe zwei nutzte die eigenen Autos auf dem Übungsplatz; dafür diente der Betriebshof der Spedition Jülke. Sicherheitstrainer Lothar Zimmer (Syke) ließ seine sechs Teilnehmer Bremsübungen bei 30, 50 und 70 Kilometern pro Stunde absolvieren und demonstrierte ihnen so, wie unterschiedlich Reaktions- und Bremszeiten ausfallen. Auf der Tagesordnung standen zudem Slalomfahren, Rangieren und Parken.

Nach einer Pause wechselten die Gruppen das Programm, um sich danach zu Abschlussbesprechung und Erfahrungsaustausch zu treffen.

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