Neue Nester in Wesernähe schnell vergeben / Zwei Junge in Eystrup

Die Störche kommen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Hilgermissen/Eystrup - Von Michael Wendt. Die Störche sind da, und sie scheinen dringend Wohnraum zu benötigen. Anders ist es kaum zu erklären, dass in den vergangenen Wochen gleich drei Nester schon kurz nach ihrer Aufstellung von den Tieren besetzt wurden: in Mehringen, Magelsen und Dahlhausen.

Ein besetztes Storchennest findet sich unter anderem auch in Ubbendorf, und gleich zwei stehen in Eystrup (am Mühlenweg und in Mahlen). Dafür hat der Storch bislang noch nicht den Weg nach Bücken gefunden, wo es seit mehreren Jahren ein Nest gibt, und auch die Brutmöglichkeit auf dem Café Uhde in Hoya ist derzeit ungenutzt.

Zwei Junge in Eystrup

Auf dem Grundstück der Dachdeckerei Hestermann am Mühlenweg in Eystrup lebt bereits seit zehn Jahren ein Storchenpaar. Aktuell hat es zwei Junge. Die Tiere im Mahlener Nest brüten derzeit.

Auch in Magelsen sieht alles danach aus, dass die Störche brüten, auch wenn es dazu bereits recht spät ist. Die ersten Tiere fliegen schon im August wieder in den Süden, einige aber auch erst im Oktober.

Die Brutzeit beträgt 33 bis 35 Tage, rund zehn Wochen nach dem Schlüpfen sind die Jungtiere flugfähig, sagt Klaus Römer, auf dessen Grundstück das Nest steht. Er hat es gemeinsam mit seiner Frau Nora und seinen Nachbarn Peter und Dörthe Dening aufgestellt. Den Mast bildet ein umgefallener Baum, darauf ist ein altes Wagenrad befestigt. Mit Trecker und Frontlader richteten die Familien den Masten auf.

Die neuen Nester in der Region sind alle mit eingeflochtenen Zweigen für die Störche vorbereitet. „Wenn die Tiere anfangen, das Nest noch auszubauen, kann man davon ausgehen, dass sie noch brüten, hat der Naturschutzbund [NABU] gesagt“, so Römer. Der Nestbau dauert acht bis zehn Tage. In dieser Zeit sind die Tiere nur unregelmäßig da. Manchmal besetzen sie einen Platz im ersten Jahr aber auch nur, ohne zu brüten. Da sind die bestgelegenen natürlich schnell vergriffen. Eine der vielleicht schönsten Aussichten bietet ein Platz mit Weserblick am Radweg in Dahlhausen. Es mögen aber auch die frosch- und mausreichen Wiesen sein, die den Storch locken.

Ein Paar ließ sich auch nicht davon abschrecken, dass das Dahlhauser Nest dieses Jahr schon zweimal von einem Schornstein geweht wurde. Nachdem es Anwohner am vergangenen Sonnabend fest auf einem vorhandenen Fahnenmasten befestigt haben, waren die Tiere bereits mehrfach wieder da. Ina Niebuhr-Hecht hatte das Wagenrad gestiftet, Gerd Grimmelmann einen Fahnenmast auf seinem Grundstück zur Verfügung gestellt, Horst Hittmeyer kümmerte sich um die Befestigung des Nests, und Frank Mahlstedt stellte seinen Steiger zum Anbringen zur Verfügung.

In Mehringen hatte am Sonnabend eine Interessengemeinschaft aus Bürgern ein Nest mit Hilfe des Teleskopladers von Metallbau Schwecke aus Wechold aufgerichtet. Es dauerte nur drei Tage, ehe zwei Störche darin Probe gesessen haben. Unter den Anwohnern hatte sich das schnell rumgesprochen, berichtet Norbert Namyslo von der Interessengemeinschaft und schickte uns gleich das abgedruckte Foto.

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