Horst Oetzel als Leiter der THW-Bundesschule Hoya im Ruhestand

Zum Abschied mit Gold geehrt

Der verabschiedete Schulleiter Horst Oetzel (rechts) mit (von links) seiner Nachfolgerin Sabine Lützelschwab, THW-Präsident Albrecht Broemme und den Vorsitzenden der THW-Landeshelfervereinigung, Axel Knoerig. - Foto: Michael Wendt

Hoya - Das Bläserquartett vom Heeresmusikkorps Hannover spielte „Time to say goodbye“, und genau das tat Horst Oetzel Donnerstagnachmittag: Er verabschiedete sich nach 46 Dienstjahren beim Technischen Hilfswerk (THW) in den Ruhestand. 43 davon hat er in der Bundesschule Hoya verbracht, die er seit 2004 leitete. Als seine Nachfolgerin begrüßte THW-Präsident Albrecht Broemme Sabine Lützelschwab aus Duddenhausen. Die Diplom-Ökotrophologin hat 2001 als Aushilfskraft in der Küche der Bundesschule angefangen, wurde später Sachbearbeiterin, Lehrkraft und war zuletzt Gleichstellungsbeauftragte für das gesamte THW.

Zahlreiche Vertreter von THW, befreundeten Hilfsorganisationen, von Verwaltung und Politik waren der Einladung von Horst Oetzel zur Feierstunde in der Aula der Grundschule Hoya gefolgt. Natürlich hagelte es Anerkennung für den künftigen Ruheständler, der sich 1970 als 18-Jähriger für zehn Jahre beim THW verpflichtet hatte – um keinen Grundwehrdienst leisten zu müssen. Zunächst war er in seinem Geburtsort Wertheim, westlich von Würzburg, im Einsatz.

Die Bundesschule in Hoya lernte Horst Oetzel bei Lehrgängen kennen. „Das THW ist eine tolle Einrichtung mit viel Kameradschaft“, stellte er schnell fest. „1973 bot sich dann die Möglichkeit, in Hoya das Hobby zum Beruf zu machen“, sagte er über seinen Dienstbeginn als hauptamtlicher Mitarbeiter in Hoya. Dort bekam er einst den Spitznamen „AuBo-Killer“, weil er mehrfach Außenbordmotoren kaputt gefahren hatte. Und einmal wurde er sogar im Dienst festgenommen, erzählte Albrecht Broemme: 

Als sich Oetzel in Hutbergen mit dem Schiff dem Weserufer näherte, sprangen Bundeswehrsoldaten auf Übung aus einem Busch und fragten nach der Parole. Die wusste Oetzel natürlich nicht, und deshalb hielten sie ihn für den „Feind“. „Ausgerechnet das THW!“, sagte Broemme, der Horst Oetzel für dessen Lebenswerk mit dem THW-Ehrenabzeichen in Gold ehrte und auch erklärte, woran man erkannte, dass Horst Oetzel im Urlaub war: „Dann war er täglich nur vier statt acht Stunden in der Schule.“

Viele Redner lobten die ruhige Art des Verabschiedeten, seine Hilfsbereitschaft und seinen Einsatz für die Bundesschule. Wie erfolgreich er als Leiter war, zeigt der ausgezeichnete Ruf, den die Schule genießt. Sie hat jährlich mehr als 10 000 Lehrgangsteilnehmer und Gäste.

In Ruhestand möchte sich Horst Oetzel verstärkt seinen Hobbys widmen, vor allem Angeln und Radfahren, aber auch Familie, Haus und Garten. An seinen Kartenspiel-Kollegen gewandt, den ehemaligen Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Rustemeyer, scherzte er: „Es bleibt eine Lebensaufgabe, dir das Doppelkopfspielen vernünftig beizubringen.“

Horst Oetzel bleibt dem THW als stellvertretender Vorsitzender der Helfervereinigung erhalten. - mwe

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