Die nötige Unterstützung ist da

Testzentrum Bücken eröffnet: ASN hält 9000 Test-Kits für Dezember bereit

Einmal Zunge rausstrecken bitte: Uwe Back vom Bürgerservice der Samtgemeinde war gestern der Erste, der in einer der Kabinen getestet wurde.
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Einmal Zunge rausstrecken bitte: Uwe Back vom Bürgerservice der Samtgemeinde war gestern der Erste, der in einer der Kabinen getestet wurde.

Bücken – Der ASN hat nun ein neues Testzentrum am alten Standort in Thöles Hotel in Bücken eröffnet. In den ersten zwei Stunden entnahm das Team bereits 80 Abstriche.

„Ich bin nervös. Und eigentlich bin ich selten nervös“, sagte Frank Hupe, Vorsitzender des Ambulance-Service-Nord (ASN) gestern Vormittag mit Blick auf die bevorstehende Öffnung des neuen Testzentrums in Thöles Hotel (Hoyaer Straße 33) in Bücken. Das hat nämlich seit gestern um 16 Uhr wieder seinen Betrieb aufgenommen und bietet von nun an ein ergänzendes Angebot zu dem des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) am Bahnhof in Hoya. Gestern Vormittag konnte Hupe allerdings noch gar nicht einschätzen, wie groß der Ansturm am Nachmittag wirklich werde.

Als der ASN sein Testzentrum noch in der Tennishalle aufgebaut hatte, sei der Andrang besser zu bemessen gewesen, „denn da gab es ja auch noch andere Angebote drumherum“, erklärte Frank Hupe. Weitere Testmöglichkeiten in der näheren Umgebung gibt es neben der in Hoya jedoch aktuell nicht. Schon als in der vergangenen Woche in der Presse bekannt geworden sei, dass die Hilfsorganisation wieder Abstriche in Bücken nehmen wolle, habe das Telefon beim ASN sowie in Thöles Hotel nicht mehr still gestanden. Einige Menschen seien bereits am Wochenende, als das Team gerade mit dem Aufbau beschäftigt war, vorbeigekommen und wollten sich einen Abstrich nehmen lassen. „Der Bedarf ist enorm groß“, so Frank Hupe. Das Problem sei, dass die Testzentren nicht einfach von einen auf den anderen Tag ihren Betrieb wieder hochfahren könnten. Denn dahinter stecke so einiges, beispielsweise müssten Räume ausgemacht, Personal gesucht und Materialen bestellt werden.

Hinter all diese Punkte konnte der ASN glücklicherweise schnell einen Haken machen. 5 000 Test-Kits hat die Hilfsorganisation gestern erhalten, weitere 2 000 sollen heute folgen und noch einmal 2 000 am Mittwoch. „Ich hoffe, dass wir damit durch den Dezember kommen. Lieber ein bisschen mehr als zu wenig. Aber das hängt auch davon ab, wer welche Testmöglichkeiten zu den Feiertagen anbieten kann“, erklärt Frank Hupe und betont noch einmal, dass der ASN nur ergänzend zum Angebot des ASB tätig sein wolle.

Alle sind startklar (von links): Rathaus-Mitarbeiterin Bianca Meier, der Ehrenamtliche Florian Feilen, Hotelgeschäftsführer Sven Thöle sowie der ASN-Vorsitzende Frank Hupe und seine Frau Nicole.

Ebenso wie die Materialien war gestern auch das Team startklar. Insgesamt 16 Ehrenamtliche stehen für die Abstrichentnahme zur Verfügung. Drei bis sechs werden jeweils bei den Testungen vor Ort sein. „Es gibt große Unterstützung innerhalb des Vereins, aber ich mache mir Sorgen, dass die Motivation der Helfer schon bald geerdet wird“, meinte Frank Hupe und dachte in diesem Zusammenhang an die Beschwerden, mit denen das Team des ASB in Hoya aktuell zu kämpfen hat. „Die Leute im Testzentrum können für die aktuelle Lage nichts. Das sollte jedem klar sein. Der ASB gibt dort wirklich täglich sein Bestes und wir möchten ihn mit unserem Angebot unterstützen“, sagte er und hoffte auf mehr Verständnis in der Bevölkerung.

Auf Plattdeutsch: Das ASN-Team will, dass jeder alles versteht.

Laut dem Vorsitzenden war dem Verein bereits bei der Schließung des Testzentrums in der Tennishalle klar, dass er irgendwann wieder neu starten würde. „Allerdings haben wir nicht mit diesem Ausmaß gerechnet.“ Den Betrieb eingestellt hatte die Hilfsorganisation damals, da die Nachfrage enorm zurückgegangen war und der ASB noch ausreichend Kapazitäten frei hatte. Vor knapp zwei Wochen hatte der Arbeiter-Samariter-Bund jedoch „Not am Mann“ signalisiert. „Dann ging alles Schlag auf Schlag“, erinnert sich Hupe.

Auf Plattdeutsch: Das ASN-Team will, dass jeder alles versteht.

Und nun sind er sowie alle anderen Beteiligten froh, dass alles so zügig vonstattenging. Der Wartebereich ist überdacht, ein Kreisverkehr sowie zwei Testkabinen eingerichtet und es gibt sogar einen abgeschlossenen Raum, in dem die Tests vorbereitet und ausgewertet werden können. Ein besonderes Highlight: Die Beschriftung der Stationen und Wege ist nicht nur auf Hochdeutsch, sondern auch auf Plattdeutsch zu lesen. „Wir sind hier auf dem Dorf. Jeder soll verstehen, was hier steht und außerdem sind wir ein lustiger Haufen. Die Lage ist schon ernst genug“, meinte Hupes Frau, Nicole, die bei der Organisation mitgeholfen hat.

Diese Einstellung kam am gestrigen Eröffnungstag auch bei den Testwilligen gut an. „Wir haben durchweg positives Feedback erhalten und auch oftmals das Wort ,Danke‘ gehört“, freute sich der Vereinsvorsitzende. Insgesamt 80 Personen testete das Team in den ersten zwei Stunden. „Eine gute Resonanz. Und das obwohl die Eröffnung ja noch gar nicht richtig publik war.“ Die „Generalprobe“ sei alles in allem gut gelaufen, auch wenn es das ein oder andere Problem gegeben habe, wie kurzweilige Wartezeiten sowie ein Ausfall des Erfassungssystems innerhalb der Corona-Warn-App.

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