Stühle im Kulturzentrum reichen nicht / Erinnerungen an drei große Musiker

Großer Andrang auf Konzert des Verdener Blasorchesters

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Vor vollem Haus spielte das Verdener Blasorchester unter Leitung seines Dirigenten Frank Meyer im Kulturzentrum Martinskirche in Hoya.

Von Horst Friedrichs. Gleich nach dem Einlass hieß es bereits Stühle schleppen, und kurz vor Konzertbeginn waren sogar Stehplätze gefragt: Als das Verdener Blasorchester des TSV Borstel am Samstagabend in Hoyas Kulturzentrum Martinskirche spielte, reichten die regulären Sitzreihen für den Besucheransturm nicht aus. Es war der achte Auftritt der Verdener Musiker in der Grafenstadt und zugleich ihr traditionell erstes herbstliches Konzert des Jahres.

„In Hoya ist unser Hauptkonzert. Die Zahl unserer Zuhörer steigt hier ständig“, sagte Uwe Pätzold, Vorsitzender des Orchesters. „Und wir schätzen an der Martinskirche sowohl die außergewöhnlich gute Akustik als auch die Größe des Konzertsaals.“

Auch Stücke von Jürgens, Last und Cocker gespielt

Nicht weniger als 220 Zuhörer füllten am Sonnabend die Martinskirche. „Angefangen haben wir hier in Hoya mit 120 bis 130 Konzertbesuchern“, erinnerte sich Uwe Pätzold. „Das war 2008, und erst waren es vor allem unsere treuen Verdener Fans, die uns begleiteten. Aber in den letzten zwei bis drei Jahren haben wir immer mehr Besucher aus Hoya und Umgebung dazugewonnen.“

„Lost & Found“ heißt das diesjährige Konzertprogramm des Verdener Blasorchesters. Dirigent Frank Meyer erinnerte in seiner Begrüßung dann auch an die Namen der Großen, die die Musikwelt in diesem Jahr verloren hat: James Last, Udo Jürgens und Joe Cocker. Aus ihrer musikalischen Fundgrube förderten die Verdener Programmgestalter folgerichtig berühmte Werke der drei Verstorbenen zutage, um sie dem begeisterten Publikum in Hoya zu präsentieren. Außerdem waren Werke der Komponisten Jacob de Haan, Jan de Haan, Herbie Hancock, Astor Piazolla, Otto M. Schwarz und Sholom Secunda zu hören.

Erstmals trat im diesjährigen Konzert eine Sängerin auf: Sandra Bysäth kam aus der Bläserklasse des Domgymnasiums Verden zum Blasorchester des TSV Borstel, wo sie ansonsten Querflöte spielt. Schon mit ihrem ersten Titel in Hoya, „Beyond the Sea“, begeisterte sie das Publikum.

Zwei neue Mitglieder waren in der Martinskirche erstmals dabei: Manfred Muchow (Trompete) und Carola Göldi (Klarinette).

Harald Röttjer, dienstältester Musiker des 1953 als Spielmannszug gegründeten Orchesters, musste in diesem Jahr krankheitsbedingt aussetzen. Doch er ließ es sich nicht nehmen, als Zuhörer in der Martinskirche dabei zu sein. Mit dabei war auch Kirsten Schindler, die als einziges Hoyaer Mitglied im Verdener Blasorchester Tenorhorn spielt. Als Tochter des unvergessenen Willi Nordhausen entstammt sie einer renommierten heimischen Musikerfamilie. Nachdem sie als Kind Klavier gelernt hatte, stieg sie später auf das Tenorhorn um. Auch ihre beiden Schwestern spielen Blasinstrumente.

Weitere Hobbymusiker gerne gesehen

Neben dem Auftritt in Hoya absolviert das Blasorchester aus dem Verdener Ortsteil Borstel jährlich ein Konzert in Verden. Außerdem übernehmen die Musiker Aufträge für Veranstaltungen und gestalten regelmäßig auch Jugendfreizeiten. Nach dem 50-jährigen Bestehen 2003 entwickelte das Orchester sein modernes Repertoire. Die 35 Musiker sind Hobbymusiker im Alter von 10 bis 65 Jahren.

Neue Mitglieder werden stets gesucht. Sie erreichen das Blasorchester unter Telefon 04231/82665.

www.verdener-blasorchester.de

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