Anzeigen drohen

Angler ziehen Reißleine: Striktes Badeverbot in Schweringen

Ein ungewohntes Bild: Der Strand am Schweringer See ist menschenleer.
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Ein ungewohntes Bild: Der Strand am Schweringer See ist menschenleer.

Jahrelang ist das Baden an den Schweringer Kiesseen gestattet worden. An heißen Tagen tummelten sich die Sonnenanbeter am Sandstrand und kühlten sich mit einem Sprung ins Wasser ab. Doch diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Der Anglerverein Nienburg als Pächter zieht die Reißleine und geht strikt vor. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einer Anzeige rechnen.

„Eigentlich war das Baden und Zelten dort schon immer verboten“, erklärt Nils Stubbe, Untergruppenleiter Hoya im Anglerverein Nienburg. Lediglich am Sandstrand hätte der Verein es geduldet. Es sollte insbesondere Einwohnern des Dorfes erlaubt sein, den See zu nutzen. „Aber es hat überhandgenommen“, schildert Stubbe weiter. An Sommertagen würden teilweise bis zu 100 Fahrzeuge am Straßenrand stehen mit Kennzeichen aus den Landkreisen Nienburg, Diepholz, Verden und dem Heidekreis. Mittlerweile würden die Menschen das Areal komplett um die beiden Seen für sich einnehmen – und das, obwohl die Uferbereiche eingetragene Biotope seien.

Die Natur würde laut Stubbe sehr darunter leiden. Die Badegäste würden sich mit Sonnenschutz eincremen und anschließend in den See gehen. Das Resultat: ein Fettfilm auf der Wasseroberfläche. „Es ist eine chemische Belastung, die die Algenbildung fördert“, erklärt der Untergruppenleiter. Zudem gebe es durch den großen Zulauf keine Ruhebereiche für die Fische mehr. „Die Badegäste machen dort FKK, machen Feuer und fällen sogar Bäume“, wundert sich Stubbe über das unverschämte Verhalten. Überall würde Müll liegen, Scherben stellten eine Gefahr dar. Zudem sei mehrfach Eigentum des Anglervereins beschädigt oder entwendet worden. Das alles seien die Gründe dafür, warum der Verein sich nun dazu entschlossen habe, die Seen komplett zu sperren.

Verein und Polizei kontrollieren die Schweringer Kiesseen

Mehrere Schilder weisen darauf hin, dass weder das Baden, Bootfahren noch Zelten dort erlaubt ist. Mitglieder des Vereins kontrollieren regelmäßig, ob sich an diese Verbote gehalten wird. „Wenn wir jemanden antreffen, der sich dort unbefugt aufhält, bitten wir ihn, das Grundstück zu verlassen. Wird sich nicht daran gehalten, gibt es eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch“, sagt Nils Stubbe.

Auch Detlev Frenzel vom Polizeikommissariat Hoya bestätigt, dass die Beamten im Rahmen des Streifendienstes dort Kontrollen durchführen werden.

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