Acht Mädchen nehmen an einem Nähkurs im Hoyaer Familienzentrum teil

Stich für Stich zum perfekten Ergebnis

Die Schülerinnen nutzen den Kurs, um den Umgang mit der Nähmaschine zu erlernen. - Foto: asc

Hoya - Von Anne Schmidtke. Die Nähmaschinen auf den Tischen rattern mal laut, mal etwas leiser. Die acht Mädchen, die davor sitzen, arbeiten hochkonzentriert. Ab und zu blicken sie von ihrer Tätigkeit auf und stellen ihrer Sitznachbarin oder Kursleiterin Ruth Seekamp-Ganske eine Frage. Meistens wollen sie wissen, ob die Naht, die sie gerade produziert haben, an der richtigen Stelle sitzt, oder wie der nächste Schritt aussieht, um ein hübsch aussehendes Nadelkissen herzustellen.

Die Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren beteiligen sich derzeit an einem viertägigen Nähkurs für Mädchen, der noch bis morgen im Familienzentrum Grafschaft Hoya läuft. Da der Landesverband Niedersachsen des Kinderschutzbundes die Veranstaltung mit 1 200 Euro fördert, ist die Teilnahme für die aus Asendorf, Uenzen, Bruchhausen-Vilsen, Nordholz, Bücken und Nienburg kommenden Hobby-Schneiderinnen kostenlos. Mit dem Geld finanziert Ina Brendel, Koordinatorin im Familienzentrum und Organisatorin des Kurses, unter anderem die Materialien und das Honorar der Kursleiterin.

„Die Mädchen erlangen hier die Grundkenntnisse des Nähens“, berichtet Brendel. Die Teilnehmerinnen üben den Umgang mit der Nähmaschine und lernen die verschiedenen Stiche, zum Beispiel den Zickzackstich, kennen. Das Angebot beinhaltet, dass jedes Mädchen neben einem Nadelkissen, auch eine Tasche und ein Kissen herstellt. „Am letzten Tag kann sich dann jede individuell aussuchen, was sie noch nähen möchte“, sagt Brendel.

Einige hatten bereits gestern konkrete Ideen, zum Beispiel Henrieke. Die 12-Jährige möchte ein Oberteil für sich anfertigen. Um das dafür nötige Handwerkszeug zu erlangen, beteiligt sie sich an dem Kurs. „Meine Mutter hat mir bereits viel beigebracht“, sagt die Nordholzerin. Nun wolle sie ihr Wissen rund um Stoffe, Nadel und Garn erweitern.

Aus diesem Grund nimmt auch Larissa aus Uenzen an dem Angebot des Familienzentrums teil. Sie besitzt bereits seit zwei Jahren eine eigene Nähmaschine. An dem Gerät stellt sie während des Kurses Kleidung sowie Accessoires her. Da die 13-Jährige gerne Zeit mit ihrer Freundin Jessica verbringt, motivierte sie diese, mitzukommen. „Nähen macht viel Spaß“, stellte Jessica, die bisher kaum Erfahrungen mit dem Schneidern hat, schon nach wenigen Stunden fest.

Mit dem Nähvirus infiziert ist auch Kursleiterin Ruth Seekamp-Ganske – und das schon seit nunmehr 40 Jahren. Die Kleidung, die sie trägt, sei oft selbst hergestellt. „Ich habe schon einige Nähkurse gegeben“, sagt die Thedinghäuserin, die ganz begeistert von ihrer jetzigen Gruppe ist: „Das ist ein tolles Team.“ Es bereite ihr viel Freude, mit den Mädchen zu arbeiten.

Einen Nähtreff für Frauen bieten ab dem 7. November Nelli Luja und Jasmin Hagebölling-Lehner, Erzieherinnen im Familienzentrum, an. Die Teilnehmerinnen treffen sich immer am ersten Montag im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr im Familienzentrum (Rudolf-Harbig-Straße 4a). Das Angebot ist kostenlos, Nähutensilien müssen mitgebracht werden. Die beiden Organisatorinnen weisen darauf hin, dass es anders als bei manchen Angeboten des Familienzentrums keine Kinderbetreuung gibt. Anmeldungen und weitere Infos bei Ina Brendel unter Telefon 04251/6707711.

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