Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen 

Stadtrat stimmt für Umgestaltung der Deichstraße

Die Variante 1 in der Draufsicht und aus der Vogelperspektive. Sie sieht vor, auf dem Grundstück Deichstraße 16 (ehemals Drogerie Becker) eine Freifläche anzulegen. - Entwürfe: Planungsbüro Sweco

Hoya - Von Michael Wendt. Der Stadtrat Hoya hat in seiner Sitzung am Montagabend den Weg frei gemacht für eine Entwicklung der Deichstraße. Vor 25 Zuhörern im Ratssaal stimmten alle Mitglieder für die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich Deichstraße 16 (ehemals Drogerie Becker) bis 26 (Allianz-Vertretung Uhlig und Lienig). Wie dieser Bereich künftig aussehen könnte, dazu will die Stadt Vorschläge von möglichen Investoren einholen.

„Es geht jetzt endlich um die Entwicklung der Deichstraße“, sagte Stadtdirektor Detlef Meyer. Die Stadt habe mittlerweile das Gebäude erworben, in dem zuletzt ein mexikanisches Restaurant untergebracht war (und früher Möbel-Müller). „Wir planen eine Neubebauung und einen Zugang zur Weserpromenade“, sagte Meyer, „das ist wichtig, um die Aufenthaltsqualität dort zu verbessern.“

Das heute freie Grundstück neben der Eisdiele gehört der Stadt ebenso wie das „Mexikaner-Haus“. „Die Eigentümer der Grundstücke, die sich nicht im Besitz der Stadt befinden, haben signalisiert, dass sie sie in das Konzept einbringen wollen“, erklärte Fritz Groß (CDU).

Es sei notwendig, diesen Abschnitt der Deichstraße insgesamt zu betrachten, betonte Detlef Meyer: „Kleinteiligkeit bringt uns dort nicht weiter. Es bietet sich die einmalige Chance, diesen Raum in Gänze zu betrachten und so zu entwickeln, wie man das städtebaulich möchte.“

Bürgermeisterin Anne Wasner (SPD) folgerte: „Es ist eine Chance, ein Stück Weser in den Mittelpunkt zu rücken.“

Die Variante 1 in der Draufsicht und aus der Vogelperspektive. Sie sieht vor, auf dem Grundstück Deichstraße 16 (ehemals Drogerie Becker) eine Freifläche anzulegen. - Entwürfe: Planungsbüro Sweco

Der Stadt liegen drei Nutzungsideen des Bremer Planungsbüros Sweco vor. Sie alle sehen einen Weserzugang vor. „Derzeit favorisieren wir die Variante 1 und stehen dem Konzept insgesamt sehr positiv gegenüber“, sagte Fritz Groß für die SPD/CDU-Gruppe. Bei allen drei Varianten müsste die Deichmauer aufgebrochen werden, um über eine Treppe einen Zugang zur Uferpromenade zu ermöglichen. Die Varianten zwei und drei beschreiben grob, wie der Bereich entwickelt werden könnte, wenn sich die Stadt nicht mit den Eigentümern der ihr nicht gehörenden Grundstücke einigen kann.

Es handelt sich bei allen Varianten um die Darstellung einiger Möglichkeiten.

Stadtdirektor Detlef Meyer möchte mögliche Investoren bei der Planung ins Boot holen. „Ich denke, es macht Sinn, sich [städtebauliche] Vorschläge im Rahmen einer Ausschreibung, eines kleinen Wettbewerbs zeigen zu lassen“, sagte er.

Zunächst muss die Stadt einen Bebauungsplan aufstellen oder zumindest entwerfen, damit Investoren wissen, unter welchen Rahmenbedingungen sie bauen könnten.

Alle drei Varianten sind im Ratsinformationssystem auf www.grafschaft-hoya.de einsehbar (Unterpunkt „Vorlagen“).

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