Gremium behält bewährte Strukturen bei

Stadtrat Hoya konstituiert sich: Anne Sophie Wasner bleibt Bürgermeisterin

Der neue Stadtrat Hoya mit Stadtdirektor Detlef Meyer (rechts): (links, von vorne nach hinten): Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner, René Altenau, Heide Wirtz-Naujoks, Paul-Christoph Preuß, Jan-Ole Guder, Jörg Gundersdorff, Sven Bäuerle sowie (Mitte, von vorne nach hinten) Fritz Groß, Claudia Wübbeling, Andreas Ficker, (rechts, von vorne nach hinten) Friedrich Gilster, Imke Lauter, Brigitte Stöver und Alexander von Behr. Es fehlt Dr. Jan Witte.
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Der neue Stadtrat Hoya mit Stadtdirektor Detlef Meyer (rechts): (links, von vorne nach hinten): Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner, René Altenau, Heide Wirtz-Naujoks, Paul-Christoph Preuß, Jan-Ole Guder, Jörg Gundersdorff, Sven Bäuerle sowie (Mitte, von vorne nach hinten) Fritz Groß, Claudia Wübbeling, Andreas Ficker, (rechts, von vorne nach hinten) Friedrich Gilster, Imke Lauter, Brigitte Stöver und Alexander von Behr. Es fehlt Dr. Jan Witte.

Hoya – Wichtige Aufgaben und Ämter hatte der Stadtrat Hoya in seiner konstituierenden Sitzung zu vergeben. Darunter die Posten des Bürgermeisters und Stadtdirektors.

Während sich alle Ratsmitglieder per Faustgruß miteinander bekannt machen, schiebt Rathausmitarbeiterin Petra Oltrogge der amtierenden Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner ein Dokument über den Tisch zu und bittet sie, zu unterzeichnen. „Vielleicht ist das ja mein letztes Protokoll, welches ich unterschreiben muss“, hört man Wasner in dem Stimmengewirr sagen.

Wie sich später herausstellte, lag sie mit ihrer Einschätzung aber ganz und gar falsch, denn im Rahmen der konstituierenden Sitzung des neuen Rats der Stadt Hoya am Montagabend wählten sie ausnahmslos alle Mitglieder erneut zur Bürgermeisterin. So bleibt es nun auch weitere fünf Jahre an ihr, die Protokolle der Sitzungen mit ihrer Unterschrift zu unterzeichnen.

Bevor ihr das Amt zugesprochen wurde, ergriff zu Beginn aber erst einmal der Altersvorsitzende Fritz Groß (CDU) das Wort. „In den kommenden Jahren stehen uns große Herausforderungen bevor, die wir nur gemeinsam in respektvollem Umgang mit der Verwaltung angehen können“, sagte er und eröffnete damit die erste Stadtratssitzung in der neuen Wahlperiode. Anschließend verpflichtete Anne Sophie Wasner alle neuen Mitglieder als amtierende Bürgermeisterin und wies sie in diesem Rahmen darauf hin, ihre Aufgaben zukünftig nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen und die Gesetze zu beachten. Coronabedingt fiel dabei der symbolische Handschlag aus. „Fühlen sie sich daher alle ,behandschlagt‘“, sagte sie.

Es folgten weitere Förmlichkeiten, wie die Bekanntgabe der Fraktionen und Gruppen. Die SPD ist nun mit acht Sitzen im Rat vertreten. Diese besetzen – angeführt von ihrem Vorsitzenden Friedrich Gilster und seiner Stellvertreterin Heide Wirtz-Naujoks – Anne Sophie Wasner, Andreas Ficker, Jörg Gundersdorff, Imke Lauter, René Altenau und Paul-Christoph Preuß. Bei der CDU übernimmt Fritz Groß den Vorsitz, sein Stellvertreter ist Dr. Jan Witte. Weiterhin gehören der Fraktion Sven Bäuerle, Claudia Wübbeling, Alexander von Behr und Jan-Ole Guder an. Insgesamt kommt die CDU so auf sechs Sitze. Neu im Stadtrat vertreten ist die Basis und mit ihr Brigitte Stöver.

Im nächsten Schritt musste über das Amt des neuen Bürgermeisters entschieden werden. Von Alexander von Behr (CDU) vorgeschlagen und ohne die Nennung eines weiteren Kandidaten, stimmten ausnahmslos alle Ratsmitglieder per Handzeichen für Anne Sophie Wasner (SPD). „Ich nehme die Wahl sehr gern an. Die vergangenen zehn Jahre haben uns gut vorangebracht, und jetzt gehen wir noch ein Stück weiter“, meinte sie und nahm wieder ihren altbekannten Platz vorne neben dem amtierenden Stadtdirektor Detlef Meyer ein. „Das wird eine gute Zeit. Ich bedanke mich bei allen vorangegangen Ratsmitgliedern dafür, dass sie die Stadt mitentwickelt haben. Alle neuen nehmen wir nun mit auf einen guten Hoyaer Weg“, sagte sie im Rahmen einer kurzen Rede. Darin betonte Wasner zudem, dass Parteidenken und Einzelinteressen in dem Gremium keinen Platz hätten, denn dies hemme die Entwicklung der kleinen Stadt. Mit Blick auf die zukünftige Arbeit kündigte die Bürgermeisterin außerdem an, dass der alte Rat dem neuen ein dickes Aufgabenpaket übergeben habe, an dem nun gemeinsam gearbeitet werde müsse. „Ich wünsche allen die nötige Realitäts- und Weitsicht sowie Freude und Gelassenheit bei der Arbeit“, meinte sie abschließend.

Auch die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters stand auf der Tagesordnung, bei der sich das Gremium ebenfalls auf altbekannte Strukturen berief. „Wir haben in der vergangenen Wahlperiode bereits harmonisch zusammengearbeitet, daher schlage ich erneut Fritz Groß für das Amt vor“, sagte Friedrich Gilster (SPD). Dieser nahm die Wahl gern an und betonte, zukünftig weiter sein Bestes zum Wohle der Stadt und des Gremiums zu geben. Zweiter Stellvertreter wurde Friedrich Gilster.

Es galt darüber hinaus, noch einen wichtigen Posten zu vergeben, und zwar den des Stadtdirektors. Wenig überraschend waren sich die Ratsmitglieder auch in diesem Punkt einig, Detlef Meyer diese Aufgaben erneut anzuvertrauen. „Das erscheint sinnvoll, um die Verwaltungsgeschäfte in einer Hand zu haben, so hat Herr Meyer den absoluten Überblick über die Zahlen“, pflichtete Wasner der Entscheidung bei. Detlef Meyer selbst bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen und nahm die Wahl mit den kurzen Worten „I do my best“ an. In diesem Zuge kündigte er allerdings auch an, mit Beginn der Wahlperiode 2026 bis 2031 ausscheiden zu wollen. Ein neuer Stellvertreter musste nicht gewählt werden, diese Aufgaben übernimmt bis zu seinem Ausscheiden weiterhin Rolf Walnsch.

Ganze 20 Tagesordnungspunkte waren am Montagabend nach nur knapp 40 Minuten abgearbeitet, sodass anschließend bei einem Glas Sekt genug Raum blieb, um sich gegenseitig besser kennenzulernen und Gespräche zu führen.

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