Stadt hat Kosten von 3,6 Millionen Euro im Haushalt eingeplant

Deichbau: Hoya wartet auf Förderzusage vom Land

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Der Erddeich wurde bereits 2014 fertiggestellt (hier ein Archivbild aus dem Dezember 2013, in Blickrichtung nach Hassel fotografiert). Es fehlt allerdings noch ein Lückenschluss an zwei Ortsausgängen. Dort entstehen sogenannte Deichscharts, die bei Bedarf geschlossen werden können.

Hoya - Ein Betrag von 1,2 Millionen Euro für den Deichbau steht im Haushaltsplan der Stadt Hoya – sowohl für dieses Jahr als auch jeweils für 2017 und 2018. Wie aber geht es mit dem Deichbau in Hoya-Ost konkret weiter, wollte eine Zuhörerin diese Woche bei der Stadtratssitzung wissen. Aktuell fehlen noch Deich-Scharts am Ortsausgang Richtung Hassel sowie an der Straße Auf dem Steinwerder (also Durchlässe im Deich, die bei Bedarf zu schließen sind). Außerdem sollen östlich der Weser in den Gärten der Anwohner Fundamente für mobile Hochwasser-Schutzwände errichtet werden.

„Die Problematik ist: Die Maßnahmen hängen von der Bewilligung der Landesförderung ab“, antwortete Bauamtsleiter Rolf Walnsch auf die Frage. Das Land erstattet rund 70 Prozent der Deichbau-Kosten. Um das Geld zu bekommen, darf die Stadt jedoch keinesfalls vor Erhalt der Bewilligung anfangen zu bauen.

„Wir werden in den nächsten zwei bis drei Wochen Gespräche mit der Bewilligungsbehörde führen“, sagte der Bauamtsleiter und versprach den vom Deichbau betroffenen Anwohnern: „Wir informieren Sie über den Ausgang.“

In einem Pressegespräch erläuterte er heute, dass das Land seit dem Beginn der neuen EU-Förderperiode vor zwei Jahren noch keine Förderrichtlinie erlassen hat. Die ist zur Verteilung von Fördergeldern aber notwendig und soll demnächst endlich verabschiedet werden. Eine konkrete Planung wird dennoch schwierig bleiben. „Der Deichbau wird immer nur jahresweise gefördert“, sagte Walnsch. Obwohl der Deich um Hoya-Ost zweifellos ein Gesamtkonzept ist, müssen Fördermittel jährlich neu beantragt werden.

mwe

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