Das Buch „Woher. Wohin.“ soll im September erscheinen

Auf den Spuren jüdischer Familien im Hoyaer Land

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Einen prüfenden Blick in die Manuskriptsammlung für das Buch „Woher. Wohin. – Jüdische Familien im Hoyaer Land“ werfen Heike Mallus-Huth (links) und Elfriede Hornecker im Heimatmuseum Hoya. Die Schautafel hinter ihnen zeigt das Titelfoto des Buchs, eine Aufnahme vom jüdischen Friedhof in Hoyerhagen.

Hoya - Von Horst Friedrichs. „Woher. Wohin.“ – das ist der Titel eines neuen Buchs mit dem Untertitel „Jüdische Familien im Hoyaer Land“. Die Verfasserin, Elfriede Hornecker, stellte es jetzt während eines Pressegesprächs im Heimatmuseum Hoya vor – gemeinsam mit Heike Mallus-Huth von der Interessengemeinschaft (IG) Synagoge.

Das 220 Seiten starke Werk wird als Hardcover erscheinen und neben vielen Textbeiträgen auch Dokumente und Bilder enthalten. Zusätzlich soll es eine Buchausgabe geben, die eine DVD von Günter Schmidt-Bollmann enthält. Thema der filmischen Dokumentation ist der jüdische Friedhof in Hoyerhagen.

Am 7. September dieses Jahres soll das Buch „Woher. Wohin.“ offiziell erscheinen und vorgestellt werden. An dem Tag wird nämlich Hoyas Ehrenbürgerin und Holocaust-Überlebende Marion Blumenthal Lazan aus den Vereinigten Staaten anreisen und die Grafenstadt besuchen. Es versteht sich, dass ihr dann ein Exemplar des neuen, von einer Druckerei hergestellten Buchs übergeben wird.

Auf dem farbig gestalteten festen Einband wird eine Aufnahme vom jüdischen Friedhof Hoyerhagen den Mittelpunkt bilden. Der Inhalt umfasst neben den Texten von Elfriede Hornecker auch Beiträge von Heike Mallus-Huth und Henry Meyer für die IG Synagoge.

Weitere Beiträge stammen von Heinrich Bomhoff, Ursula Isenbeck, Günter Schmidt-Bollmann, Patricia Charlotta Slama-Steinfeld und Vivien Schulz.

Neuauflage eines Buches aus 1992

„Woher. Wohin.“ ist eine erweiterte Neuauflage des 1992 erschienenen Büchleins „Wann wird man je versteh’n ... “ von Heike Mallus-Huth und Hans Huth. Denselben Titel trägt ein Film des heimischen Filmemachers Rolf Zacher; die eindrucksvollen Aufnahmen liefen jetzt während der Vorstellung des Buchprojekts vor der Presse im Hoyaer Heimatmuseum. „Woher. Wohin.“ ist überdies dem Heimatforscher Heinrich Bomhoff (1937-2014) gewidmet, der maßgeblich an der Suche nach Spuren jüdischen Lebens im Hoyaer Land mitgewirkt hat.

Wesentlicher Bestandteil des erweiterten Buchumfangs ist neben Hoya nun auch der Raum Bücken. So werden im Inhaltsverzeichnis die jüdischen Familien aus Bücken und Hoya im 20. Jahrhundert aufgezählt: Beermann, Behrens, Bieber, Blumenthal, Cohn, Deichmann, Deichmann/Harf, Elias Deichstraße 16, Elias Deichstraße 60, Liepmann, Löwenstein, Magnus Bücken und Magnus Hoya.

Die Geschichte der Familien Deichmann, Kahn und Isenbeck beschreibt Ursula Isenbeck, und seine Erinnerungen schildert Otto Isenbeck (junior). Über jüdische Spuren in Vilsen, Moor und Bruchhausen berichtet Heinrich Bomhoff, und „Begegnungen“ beschreibt Heike Mallus-Huth.

In den ersten Kapiteln widmet sich das neue Buch dem Weg der jüdischen Gemeinden Hoya und Bücken vor dem Hintergrund deutscher und hannoverscher Geschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Mit dem jüdischen Friedhof in Hoyerhagen befassen sich Günter Schmidt-Bollmann und Henry Meyer.

Ein weiteres Kapitel, „Der Weg ins Bürgertum“, beschreibt unter anderem die Emanzipation nach 1800, die Petition der Hoyaer Juden, die Synagoge in Hoya, Eli Elias und die Färbergilde sowie die jüdischen Gemeinden um 1850.

Im Kapitel „Ausgrenzung und Verfolgung“ wird letztlich die Zerstörung der Hoyaer Synagoge geschildert.

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