Eltern wünschen sich Gummimatten statt Sand

Spielplatz als Katzentoilette

Sand statt Rasenfläche: Die Aufschüttung soll der Sicherheit dienen.
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Sand statt Rasenfläche: Die Aufschüttung soll der Sicherheit dienen.
  • Rebecca Göllner-Martin
    vonRebecca Göllner-Martin
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Samtgemeinde – Die Mitarbeiter des Bauhofs der Samtgemeinde Grafschaft Hoya haben in den vergangenen Wochen und Monaten die Spielplätze der Region den DIN-Normen für öffentliche Plätze dieser Art angepasst. Vor allem ist Sand unter den Geräten aufgeschüttet worden, um einen Fallschutz zu gewährleisten. Und genau dieser Umstand, der eigentlich der Sicherheit der Kinder dienen soll, stößt bei manchen Spielplatzbesuchern sauer auf.

„Es riecht stark nach Katzenurin“, meint Jens Kriegel, Anwohner des Spielplatzes an der Immenwiese in Hoya. Die Vierbeiner würden die neu entstandenen Sandkuhlen dafür nutzen, ihr Geschäft zu verrichten. Er fragt sich, warum die vorher vorhandene Rasenfläche durch den Sand ersetzt werden musste. „Es war doch Jahrzehnte so“, meint er.

„Wir müssen laut DIN-Norm grundsätzlich ab einer gewissen Höhe einen Fallschutz vorhalten“, erklärt Katharina Kruse von der Samtgemeinde den Grund für diese Veränderung. Dass dieser bisher nicht überall vorhanden gewesen sei, sei bei mehreren Überprüfungen bereits beanstandet worden. Deshalb seien die Missstände nun behoben worden.

In Eystrup gebe es einen Fallschutz aus Sand bereits seit 2018 und in Hassel seit dem vergangenen Jahr. „Und jetzt sind wir die Spielplätze in Hoya und Hoyerhagen angegangen“, schildert Kruse weiter. Eine konkrete Lösung für das Katzenproblem gebe es nicht. „Die Sandflächen sollen aber regelmäßig gereinigt werden“, verspricht sie.

Der Einsatz von gummierten Matten, welchen die Anwohner einfordern (siehe Leserbrief auf dieser Seite), sei mit einem finanziellen Mehraufwand verbunden und aus Sicht von Kruse nicht unbedingt erforderlich. „Der Fallschutz aus Sand ist auf Spielplätzen eigentlich die gängige Variante“, erklärt die Samtgemeindemitarbeiterin. In Eystrup und Hassel habe es solch geruchsintensive Probleme bisher nicht gegeben. „Möglicherweise leben an der Immenwiese besonders viele Katzen“, vermutet Kruse.

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