Seminar mit vielen Praxisübungen / Ausschnitte aus professionellem Fahrtraining / Polizei: „Wollen Jugendliche wachrütteln“

Kampf den „Disco-Unfällen“: Training für junge Autofahrer

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Ohne erhobenen Zeigefinger wollen sie Jugendlichen in Theorie und Praxis vermitteln, sicherer zu fahren: (von links) Feuerwehrmann Wilhelm Schumacher, Verkehrstrainer Frank Rürup, Polizist Klaus Schneider, Fahrlehrer Dietmar Selent und Polizist Thomas Oppermann.

Hoya - Übermut, Selbstüberschätzung und Alkohol: Das sind einige der Gründe, warum Jugendliche bis 25 Jahren häufig an Verkehrsunfällen beteiligt sind. In einem Seminar mit Theorie- und Praxisteil können junge Autofahrer am Sonnabend, 19. September, von 9 bis 16 Uhr in Hoya etwas für ihre Sicherheit tun.

Angesprochen sind vor allem Volljährige, die bereits über Fahrpraxis außerhalb des begleiteten Fahrens verfügen. „Dann haben sich meistens schon die ersten Fehlverhalten verfestigt, auf die wir aufmerksam machen wollen“, sagt Fahrlehrer Dietmar Selent, der die Aktion mitorganisiert. Sie läuft bereits zum achten Mal und wird mitfinanziert vom Präventionsrat, sodass die Teilnehmer nur 15 Euro bezahlen müssen. Mittags gibt es Pizza zu ermäßigten Preisen. Anmeldungen nimmt Dietmar Selent entgegen, Telefon 04255/1244 und 0172/5977410.

An der Aktion beteiligen sich auch die Polizei, die Feuerwehr, die Verkehrswacht und die AOK. „Wir versuchen, das Programm stets zu verbessern“, sagt Klaus Schneider von der Polizei in Hoya. Was erwartet die Jugendlichen?

Morgens gibt es zwei Stunden Theorie in den Räumen der Fahrschule Selent, Auf dem Kuhkamp 2. Polizist Thomas Oppermann und Feuerwehrmann Wilhelm Schröder berichten von ihren Erfahrungen. „Wir wollen die Jugendlichen wachrütteln“, sagt Oppermann, der genug „Disco-Unfälle“ erlebt hat.

In einem Workshop sollen die Teilnehmer dann zum Beispiel schildern, wie sie sich fühlen, wenn Betrunkene im Auto mitfahren oder wo aus ihrer Sicht Unfallursachen liegen.

Dann geht es zu den Praxisübungen – in Gruppen, sodass jeder etwas zu tun hat. Es gibt einen Reaktionstest, Übungen zur richtigen Absicherung einer Unfallstelle und zum Überbrücken eines Fahrzeugs bei leerer Batterie. Verkehrssicherheitstrainer Frank Rürup macht mit den Teilnehmern Übungen aus einem professionellen Fahrsicherheitstraining – teilweise auf einer von der Feuerwehr unter Wasser gesetzten Strecke. Dabei lernen sie auch richtiges Bremsen. Die Praxisübungen sollten die Jugendlichen möglichst im eigenen Auto machen.

Bei einer Fahrt unter Alkoholeinfluss (simuliert durch das Tragen einer „Rauschbrille“) sitzen sie jedoch im Fahrschulauto – und Thomas Oppermann greift vom Beifahrersitz aus notfalls ein.

mwe

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