Schweringer Theatergruppe improvisiert in skurrilen Situationen / Stück kommt an

Geschichten aus dem Koffer

Mit den im Koffer gefundenen Stücken lässt sich alles anfangen – oder nichts.
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Mit den im Koffer gefundenen Stücken lässt sich alles anfangen – oder nichts.

Von Lydia Cramer„Hauptbahnhof Schweringen, Gleis 13 – Koffereinsichten“, so lautete der Titel des am Sonnabend in der Turnhalle Schweringen aufgeführten Theaterstücks. Die Zuschauer bekamen von der Theatergruppe des Heimatvereins skurrile Situationen geboten und dankten es ihr mit Gelächter und einer Menge Applaus. Die studierte Theater- und Musikpädagogin Berit Busch hatte die Arbeiten am Stück geleitet. Im Mittelpunkt stand ein herrenloser Koffer.

Bahnhof Schweringen, Gleis 13: Dieser Koffer scheint keinem zu gehören, die meisten gehen achtlos daran vorbei. Doch einige interessieren sich dafür, und dann entwickeln sich daraus die Geschichten des Theaterabends. Darin beleuchten die Schauspieler Situationen aus den verschiedensten Lebenslagen.

Sie folgen dabei keinem festen Text, denn das Stück ist Improvisationstheater: Die Darsteller spielen sich auf der Bühne die Bälle zu. Dabei nehmen sie Dinge aus dem Koffer heraus, die für sie wertvoll, witzig oder besonders sind.

Als zum Beispiel Kea Rottmann und Silvan Schwessinger auf den Koffer aufmerksam werden, will Kea ihn an der Information abgeben. Silvan aber schaut rein und fischt ein komisches Ding raus. Was ist es? Ein Schuhanzieher? Ein Schuhputzer? Oder, nach dem Vorschlag einer hinzugekommen Frau, gar ein Tannenbaum? Schließlich setzt sich Kea durch, und Silvan packt es zurück in den Koffer.

Viel Gelächter gibt es auch, als eine Frau ein klingelndes Telefon aus dem Koffer nimmt, und den Anrufer zur Schnecke macht – bis sie merkt, dass er nicht die Absicht hatte, sie anzurufen, sondern den Besitzer des Koffers.

Zum Aha-Moment kommt es dann, als ein Polizei-Tagebuch gefunden wird, das den Inhalt des letzten Stücks der Theatertruppe wiedergibt.

Mit einer Menge Applaus endete das Improvisationstheater. Elisabeth Kurowski, die Vorsitzende des Heimatvereins, dankte den Schauspielern und überreichte ihnen kleine Präsente. Anschließend gab es für Schauspieler und Zuschauer auf dem Vorplatz der Turnhalle bahnhofstypische Snacks und Getränke.

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