Schweringer Rat: Straße Am unteren Wandel wird saniert / Einnahmen rückläufig

Straßenbau und Steuerminus

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Die Bleiglas-Fenster der Schweringer Kirche sind sanierungsbedürftig. Weil das Gebäude nun im Dorferneuerungsplan steht, kann die Kirchengemeinde für die Sanierungsarbeiten Zuschüsse aus Dorferneuerungsmitteln beantragen.

Schweringen - Von Michael Wendt. Ungeachtet möglicher finanzieller Probleme hat sich der Schweringer Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstagabend für eine Sanierung der Straße Am unteren Wandel ausgesprochen. Außerdem regelte er die Förderung für Haus- und Grundstückserwerber neu und nahm die Sanierung von Kapelle und Kirche mit hoher Priorität in den Dorferneuerungsplan auf.

Die Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus war mit zehn Zuhörern gut besucht. Gleich zu Beginn hatte die stellvertretende Gemeindedirektorin Ute Henning eine schlechte Nachricht: „Ich habe heute gerade neue Zahlen bekommen: Die Gewerbesteuereinnahmen sind weiter rückläufig und werden 2015 um 300000 Euro niedriger ausfallen als im Haushalt eingeplant.“ Bislang hatte die Kämmerei mit 174000 Euro Verlust für dieses Haushaltsjahr gerechnet. Das Minus dürfte sich damit auf fast eine halbe Million Euro erhöhen.

Folgerichtig schloss Bürgermeister Bernd Meyer (Wählergemeinschaft Wir für Schweringen) die Aussprache um die Sanierung des Unteren Wandels mit den Worten: „Ob wir das Geld haben, wissen wir, wenn der Haushalt für 2016 steht.“ Zuvor hatten alle Ratsmitglieder zugestimmt, die Straße auszubessern. Sie soll nächstes Jahr über die gesamte Breite von drei Metern eine neue Trag- und Deckschicht bekommen.

Bereits seit 2009 hat die Gemeinde die Sanierung im Blick. Ein im Rahmen des Programms „Ländlicher Wegebau“ gestellter Förderantrag wurde aber bislang nicht genehmigt, „und Fördergelder sind auch in Zukunft nicht zu erwarten“, sagte Bauamtsleiter Rolf Walnsch. Allerdings hat sich die Jagdgenossenschaft bereit erklärt, 30 Prozent der Sanierungskosten von geschätzt 55000 Euro zu übernehmen. Im Namen des Wegeausschusses bedankte sich dessen Vorsitzende Elisabeth Kurowski (CDU) bei der Jagdgenossenschaft.

Neue Richtlinie für Hauskauf-Förderung

Anschließend änderte der Rat einstimmig Details der 2013 beschlossenen finanziellen Förderung von Grundstücks- und Hauserwerb (750 Euro Zuschuss pro im Haushalt lebender Person, maximal 3000 Euro). Details dazu auf hoya-weser.de, Direktlink: http://goo.gl/xytd0I. Künftig ist unentgeltlicher Erwerb (zum Beispiel durch Erbe oder Schenkung) nicht mehr förderfähig.

Kirche und Kapelle im Dorferneuerungsplan

Ohne Gegenstimme sprach sich der Rat auch dafür aus, der Sanierung von Friedhofskapelle und Kirche eine hohe Priorität im seit 2009 geltenden Dorferneuerungsplan einzuräumen – und folgte damit dem Wunsch des Dorferneuerungsausschusses. Die Kirchengemeinde will hauptsächlich den Außenbereich an der Kapelle überdachen und die Kirchenfenster instand setzen. Nach der Aufnahme der Gebäude in den Dorferneuerungsplan ist es der Kirchengemeinde möglich, dafür Fördergelder aus Dorferneuerungsmitteln zu beantragen.

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