Bandklasse sucht Nachwuchs

Schüler werden zu kleinen Rockstars

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Schüler der Rockbandklasse bekommen ein Leihinstrument gestellt, um zu Hause üben zu können.

Wechold - Von Nala Harries. „Das ist die perfekte Welle, das ist der perfekte Tag“, den bekannten Song von Juli, singen die Mädchen der Rockbandklasse 6b der Marion-Blumenthal-Oberschule Hoya bei ihrem Auftritt vor den Schülern der Grundschule Wechold in ihre Mikrofone. Begleitet von ihren Mitschülern mit E- und Bassgitarren, einem Schlagzeug, mehreren Keyboards, Percussion-Instrumenten und verschiedenen Trommeln, darunter die Conga, performen sie ihre drei eingeübten Songs wie kleine Rockstars.

Auf ihrer Promotiontour durch die Grundschulen Hoya, Wechold, Bücken, Eystrup und Hassel wollen sie und die Projektleiterin, Sabine Wagner, dem potenziellen Nachwuchs zeigen, was es bedeutet, Schüler einer Rockbandklasse zu sein. Dafür hat die Gruppe neben den einstudierten Hits auch eine Präsentation mitgebracht, Wagner im Anschluss an den Auftritt den Viertklässlern aus Wechold vorstellte. „Die einzige Grundvoraussetzung für den Klasseneintritt ist, dass ihr Spaß am Musizieren habt. Erfahrung mit einem Musikinstrument braucht ihr dafür nicht“, erklärte Wagner, die auch Deutschunterricht an der Schule gibt.

Um später richtig auf der Bühne rocken zu können, belegt die Bandklasse - im Gegensatz zu anderen Klassen - drei Stunden Musik pro Woche. Dabei gehe es einerseits um die Theorie, „man muss ja auch wissen, wie welches Kabel heißt, und wozu es gehört“, meinte Wagner, andererseits gebe es einmal in der Woche Instrumentalunterricht in Gruppen. Hinzu kommt eine Stunde lang eine Bandprobe mit allen Schülern und Instrumenten zusammen.

„Wenn ihr euch für die Rockbandklasse entschieden habt, veranstalten wir bis zu den Herbstferien ein ,Instrumentenkarussell‘“, erklärt Wagner den Viertklässlern der Wecholder Grundschule. Dabei könne jeder Schüler sich an jedem der Instrumente probieren, um zu schauen, welches ihm am besten gefalle. „Natürlich nehmen wir in der entscheidenden Runde, wenn es um die Zuteilung geht, auch Wünsche an“, fügte die Lehrerin hinzu.

Bei dem von ihr initiierten Projekt wird sie von zwei Musiklehrern aus Nienburg unterstützt. Einar Gast übernimmt den Unterricht für E-Gitarre, E-Bass, Akustik-Gitarre und das Bandcoaching. Robert Maritsch ist für das Schlagzeug und Percussion-Instrumente zuständig.

„Sobald die Songs dann richtig sitzen, geht es auch schon auf die Bühne“, meinte Wagner. Viele der Auftritte finden in der Aula der Marion-Blumenthal-Oberschule statt, jedoch gebe es auch welche außerhalb der eigenen Schulmauern, wie beispielsweise die Teilnahme am Rosa-Musikwettbewerb.

Damit die Showeinlage am Ende perfekt ist, gibt es neben den Bandproben noch zusätzliche Coachings. „Dabei lernen die Schüler, wie sie sich als kleine Rockstars auf der Bühne zu bewegen haben“, erzählte die Lehrerin und fügte hinzu: „Dafür braucht man ziemlich viel Mut, aber aus Erfahrung kann ich sagen dass auch schüchterne Schüler später selbstbewusst auf der Bühne stehen. Wir arbeiten gemeinsam daran“. Das bestätigt auch Schüler Finn Döring: „Stehst du einmal auf der Bühne, willst du nie wieder runter!“

Unter dem Motto „Eine Klasse voller Musik“ stehen auch Musik-Klassenfahrten und Tonstudio-Besichtigungen auf dem Plan. „Wir waren schon einmal auf einem Konzert von Nena“, erzählte die Projektleiterin. Darüber hinaus ist geplant, eine professionelle CD aufzunehmen.

Das Projekt dauert grundsätzlich von der fünften bis zur sechsten Jahrgangsstufe - möglich ist aber, dass Schüler das Projekt in der siebten Klasse weiterführen. „Wem es dann reicht, der kann austreten, bleibt aber trotzdem noch im Klassenverbund“, meinte die Lehrerin. Nach dem Auftritt und Wagners Vortrag durften die Viertklässler einmal selbst ran und die verschiedenen Instrumente ausprobieren.

Anmeldungen und weitere Infos:

Anmeldungen für die Rockbandklasse werden ab Montag, 11. Februar, im Sektreteriat der Marion-Blumenthal-Oberschule unter Telefon 04251/672600 entgegengenommen. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Sabine Wagner an sabine.wagner@obs-hoya.de.

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