JBG beteiligt sich an Naturschutz

Schüler sammeln beim Projekttag Jakobskreuzkraut

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Schüler der zehnten Klasse befreiten Teile der Samtgemeinde vom giftigen Jakobskreuzkraut.

Hoya - Die zehnten Klassen des Johann-Beckmann-Gymnasiums (JBG) Hoya haben noch vor den Ferien einen Jakobskreuzkraut-Projekt-Sammeltag veranstaltet. In Kooperation mit dem Naturschutzverein Weseraue und der Samtgemeinde Grafschaft Hoya fand der Projekttag erstmals statt, teilt das Gymnasium mit.

Unter Leitung von Lehrerin Frauke Litzkuhn befassten sich die Schüler der Klassen 10A, 10B und 10C zuvor im Unterricht intensiv mit dem Jakobskreuzkraut und den Gefahren, die von dieser doch recht hübsch anzuschauenden Pflanze ausgehen. Anschließend suchten die Jugendlichen die Samtgemeinde mit Rad und zu Fuß ab, um Sammelgebiete festzulegen. Bereits dabei stellte sich heraus, dass das Kraut recht verbreitet in der Samtgemeinde ist.

Dann war es so weit: Die Schüler sammelten engagiert große Mengen Jakobskreuzkraut mit dem Rad, zu Fuß und per Trecker. Sogar ein Quad war im Einsatz. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ein ganzer Pferdeanhänger gepackt mit prall gefüllten Säcken voller Jakobskreuzkraut.

Auch die Teilnehmer des Projekttags ziehen ein positives Fazit. „Ich fand die Kreuzkrautaktion gut gelungen. Auch wenn wir uns ein bisschen abgerackert haben, hat es doch Spaß gemacht“, sagt Daniel. Weitere Teilnehmer zeigten sich überrascht, wie viel Jakobskreuzkraut am Wegesrand und auf Brachflächen vertreten ist.

Schüler sammeln beim Projekttag giftiges Jakobskreuzkraut

 © Krause
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So stellten die Teilnehmer aus Eystrup und Hassel fest: „Allein an diesem einen Tag war das nicht zu schaffen. Wir mussten einiges stehen lassen. Aber der Container steht ja noch bis Mitte Juli auf dem Wertstoffhof in Hoya.“

Eine weitere Schülergruppe aus Hoyerhagen berichtete von einer Begegnung mit einem Imker, der sich sehr erfreut über die Aktion zeigte. Er sorge sich vor den kommenden Jahren. Er könne nicht mehr verantworten, seinen Honig zu verkaufen, da auf der Wiese seiner Nachbarn ein zu großes Kreuzkraut-Aufkommen herrscht.

Ziel der Aktion war und ist es laut Projektleiterin Frauke Litzkuhn, für die kommenden Jahre bei den Teilnehmern und weiteren Mitbürgern der Samtgemeinde ein frühzeitliches Erkennen und Entfernen der Pflanze, möglichst bereits vor der Blüte, zu erreichen. Nur so könne man eine zu dominante Ausbreitung des giftigen, jedoch heimischen Jakobskreuzkrauts verhindern und in einem „gesunden und natürlichen Rahmen“ halten. 

Das abschließende Fazit des Projekttags: „Ein voller Erfolg und wiederholungsverdächtig. Das Nachahmen durch andere Regionen oder Samtgemeinden ist ausdrücklich erwünscht“, schreibt die Schule.

Nachahmer gesucht!

Noch bis zum 21. Juli findet das Jakobskreuzkraut-Projekt des Naturschutzvereins Weseraue aus Hilgermissen in Kooperation mit der Samtgemeinde Grafschaft Hoya statt. Dann steht auf dem Gelände des Zentralen Wertstoffhofs in Hoya (Vor-dem-Bussche-Straße 1) ein Container für die Entsorgung der Jakobskreuzkraut-Pflanzen bereit. 

Einwohner der Samtgemeinde können während der Öffnungszeiten die in der Samtgemeinde gesammelten Jakobskreuzkraut-Pflanzen fachgerecht entsorgen lassen. Angenommen werden nur Pflanzen, die in einer verschlossenen Tüte angeliefert werden. 

Beim Ausreißen der Pflanzen sollten Handschuhe getragen werden und es sollte auf eine möglichst vollständige Entfernung der Wurzel geachtet werden. Wer sich auf die Suche nach dem Kraut macht, darf nur auf seinem eigenen Grundstück, auf öffentlichem Grund oder mit Genehmigung des Grundstücksbesitzers das Kreuzkraut entfernen.

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