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Weg mit dem Dreck: Straßenmeisterei säubert Schilder in der Samtgemeinde Hoya

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Von: Nala Harries

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Das Kombigerät der Straßenmeisterei Vilsen hat auch in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya kleine und größere Verkehrszeichen an Landes-, Kreis- und Bundesstraßen gereinigt.
Das Kombigerät der Straßenmeisterei Vilsen hat auch in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya kleine und größere Verkehrszeichen an Landes-, Kreis- und Bundesstraßen gereinigt. © nala harries

Samtgemeinde – Wer vor Kurzem auf Landes-, Kreis- und Bundesstraße in der Region unterwegs war, der musste das ein oder andere Mal auf die Bremse treten, denn ein großer orangener Unimog der Straßenmeisterei Vilsen blockierte die Weiterfahrt. Auch in Teilen der Samtgemeinde Grafschaft Hoya war das Fahrzeug mit dem Auftrag unterwegs, die Verkehrsschilder zu reinigen.

Das Kombigerät mit dem langem Arm und der montierten Waschbürste machte sowohl an alle großflächigen Schildern, wie Wegweisern, als auch an kleineren Verkehrszeichen, wie Vorfahrtsschildern, Halt, um diese von Schmutz zu befreien.

Verkehrszeichen sollten sichtbar und erkennbar sein, damit sie ihre Wirkung entfalten, meint Andine Sieling, Leiterin der Straßenmeisterei Vilsen. Das bedeute auch, dass sie nachts reflektieren und im Vorbeifahren schnell wahrgenommen werden können. „Sauber geht das schon mal besser“, weiß sie.

Wie ihr Kollege, Frank Dannemann, Technischer Mitarbeiter bei der Straßenmeisterei Vilsen, mitteilt, würden die Schilder je nach Bedarf, meistens aber einmal im Jahr, gereinigt werden. Oftmals würden diese Arbeiten in den Wintermonaten durchgeführt, wenn die Mitarbeiter nicht gerade mit Räumungsarbeiten beschäftigt seien.

Gereinigt werden aber nicht nur die Schilder an Landes-, Kreis- und Bundesstraßen in Teilbereichen der Samtgemeinde Hoya, sondern im gesamten Zuständigkeitsbereich der Straßenmeisterei. Dazu zählen auch die Gemeinden Weyhe und Syke sowie die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen und die Samtgemeinde Siedenburg. „Um alles zu schaffen, benötigen wir circa sechs Wochen“, meint Dannemann mit Blick auf den Zeitplan.

Insgesamt gehören der Straßenmeisterei Vilsen zwei solcher Kombigeräte. Mit diesen könne man nicht nur Reinigungsarbeiten durchführen, sondern durch das Wechseln der „Aufsätze“ beispielsweise auch Gras mähen, Böschungen mulchen, Gräben fräsen oder Hecken schneiden. Aktuell sei eines für die Wasch- und das andere für Heckenschnittarbeiten im Einsatz, gibt der Technische Mitarbeiter an. Es gebe auch noch ein kleineres Gerät, welches die Leitpfosten reinige.

Für das Waschen der Schilder an Gemeindestraßen ist hingegen die Kommune selbst verantwortlich. „So eine Technik besitzen wir leider nicht“, meint Jürgen Köneking, Leiter des Liegenschaftsmanagements der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Stattdessen müsse das Team vom Bauhof mit Schwamm und Bürste ran.

Dies geschehe aber ebenfalls nach Bedarf – meistens jedoch im Herbst, wenn die Verschmutzung unter anderem durch Bäume besonders hoch sei, sagt Köneking abschließend.  

Ist die letzte Säuberung schon etwas her und die Schmutzschicht auf den Schildern so dick, möchten manche Bürger am liebsten selbst zum Schwamm greifen. So erging es im vergangenen Jahr jedenfalls einem Bürger aus Hamburg. Doch solches Engagement wird in dem zuständigen Bezirksamt wohl nicht gerne gesehen. Denn ihm wurde das selbstständige Reinigen untersagt, berichtete der NDR.

Auch Andine Sieling von der Straßenmeisterei Vilsen sieht von diesem Vorgehen ab. „Es soll nicht jeder im Verkehrsraum rumturnen und sich oder andere gefährden“, sagt sie. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme. Aber auch bestimmte Putzmittel könnten gefährlich für die Schilder werden und die Folien beschädigen. Und das möchte schließlich niemand. Daher ist es ratsam, den Profis diese Aufgabe zu überlassen.  

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