Sausen mit Bodenhaftung

Deutsche-Meisterschaft-Endlauf im Superkartslalom in Hoya

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In der Box: Motivierende Gespräche halfen den jugendlichen Kartfahrern, die Anspannung vor dem Start zu überwinden.

Hoya - Von Horst Friedrichs. Sie rollen nicht, sie sausen über den Asphalt. Superkarts. Die Bodenhaftung verlieren sie so gut wie nie, und selbst in den haarsträubendsten Kurven bleiben sie in der Spur. Beim Slalom auf dem Meisterschafts-Parcours sind sie in ihrem Element, die tiefliegenden kleinen Flitzer.

Von ihren jugendlichen Piloten souverän und mit Bravour gelenkt, schießen sie durch viel zu eng wirkende Tore, und fast immer heißt es nach der Zeitansage am Ziel: „Null Fehler.“ Kein Wunder, denn es sind Spitzenfahrer, die ihre kraftvoll motorisierten „Geschosse“ durch atemberaubend enge und unübersichtlich scheinende Hindernisse preschen lassen.

40 Teilnehmer eifern um Meistertitel

Auf dem Gelände der Firma Hartje an der Hertzstraße 10 trafen sie sich am Wochenende zum Endlauf der Deutschen Meisterschaft im Superkartslalom. Ausrichter war der Motorsportclub (MSC) Land Hadeln aus Cadenberge (Landkreis Cuxhaven), dessen Vorsitzender ein langjähriger Kunde der Firma Hartje ist. Während einer Hausmesse war die Idee entstanden, deren hervorragend geeignetes Firmengelände im Industriegebiet Hoya-Nord für die einmalige Veranstaltung zu nutzen.

Gestartet wurde am Samstag und am Sonntag in den Altersklassen von zwölf bis 16 und von 17 bis 23 Jahren. Das durchwachsene Wetter vermochte die erfahrenen jungen Piloten nicht zu beeindrucken, und so gab es für Organisatoren und Zuschauer spannende Wettkämpfe am laufenden Band.

Sascha Schlüer leitete die Veranstaltung.

Insgesamt 40 Teilnehmer aus dem gesamten nord- und ostdeutschen Raum waren es, die auf der weiträumigen Asphaltfläche um Meistertitel wetteiferten. „Unsere Superkarts brauchen solche großen Plätze, asphaltiert oder gepflastert“, erklärte Veranstaltungsleiter Sascha Schlüer vom Motorsportclub Land Hadeln. „Hier in Hoya fanden wir die denkbar besten Voraussetzungen vor.“

Zusatzgewichte garantieren gleiche Masse für alle

Superkarts werden von neun PS aus 270 Kubikzentimetern Hubraum „befeuert“ und erreichen auf einem kurvenreichen Parcours Höchstgeschwindigkeiten von 60 bis 70 Kilometern pro Stunde. Die Tore, die es für die 1,20 Meter breiten Superkarts zu durchfahren gilt, sind zwei Meter breit und zwölf Meter voneinander entfernt. Für die Wettbewerbsteilnehmer sind gleiche Voraussetzungen angesagt. Das gilt nicht zuletzt auch für das Gewicht der Piloten, nämlich 80 Kilogramm für jeden. Das wird durch Zusatzgewichte erreicht, mit denen die Karts in der Box, vor dem Start, beladen werden.

Vom Zelt bis zum Wohnwagen nutzten Kartfahrer, Eltern, Betreuer und Veranstalter die Übernachtungsmöglichkeiten in Hoya, ehe sie sich am Sonntagabend auf den Heimweg machten.

Jede Altersklasse trat in zwei Läufen an. Bei den jüngeren Fahrern gewann zweimal Fabio Santillo (MSC Münster), bei den älteren Sebastian Herrmann (MTC Gera). Bei den Mannschaften lag in beiden Läufen der MSC Münster vorn. Die neuen Deutschen Meister stehen noch nicht fest, zurzeit werden die Punkte der Saison zusammengerechnet.

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