44 Ladepunkte im Jahr 2030

Samtgemeinde setzt auf Elektromobilität

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Freuen sich über die Fertigstellung des E-Mobilitätskonzepts der Samtgemeinde Grafschaft Hoya: Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig, Franziska Materne, Leiterin der Klimaschutzagentur Nienburg, Wirtschaftsförderer York Schmelter, Knut Petersen von EcoLibro und Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer.

Samtgemeinde - Von Rebecca Göllner-Martin. Seit gut eineinhalb Jahren ist das Thema Elektromobilität in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya in der Diskussion (wir berichteten). Jetzt präsentierte die Verwaltung gemeinsam mit dem Unternehmen EcoLibro aus Troisdorf bei Bonn ein fertiggestelltes Konzept. Dieses gilt als Richtschnur für die weitere Entwicklung der Elektromobilität in der Samtgemeinde. Ebenfalls mit im Boot ist die Klimaschutzagentur im Landkreis Nienburg, sie übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit für dieses Projekt.

Das Konzept wurde im Rahmen der Förderrichtlinie „Elektromobilität vor Ort“ mit einer nicht rückzahlbaren Zuwendung in Höhe von bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. In diesem Fall rund 18 000 Euro. Der Eigenanteil in Höhe von rund 6 000 Euro verbleibt bei der Samtgemeinde. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) koordiniert. Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich.

Der Schwerpunkt des Konzepts liegt auf der Ermittlung einer bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur für das Gebiet der Samtgemeinde. Das Unternehmen EcoLibro wagte in diesem Zusammenhang „einen Blick in die Glaskugel“, wie Mitarbeiter Knut Petersen erklärte. So sei unter anderem geschaut worden, wie viele öffentliche und nicht öffentliche Ladesäulen für E-Autos in den kommenden Jahren benötigt werden. Vermutlich gebe es in vier Jahren acht Ladepunkte und im Jahr 2030 bereits 44 Ladepunkte in der Region. Zur Zeit sind es drei Ladesäulen in der Samtgemeinde, zwei in Hoya (Rathaus, Famila) und eine in Eystrup (Bahnhof). Zudem sollen die Bauhoffahrzeuge nach Möglichkeit elektrifiziert werden. „Momentan macht es bei zwei Fahrzeugen Sinn“, erklärte Petersen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig lobte die Samtgemeinde dafür, dass sie „Leuchtturmprojekte“ auf den Weg bringt und zukunftsweisend und vorausschauen agiert. Das Thema Elektromobilität würde laut Knoerig im ländlichen Raum in den kommenden Jahren einen ähnlichen Stellenwert wie der Breitbandausbau einnehmen. Er rechne damit, dass in etwa zehn Jahren gut 25 bis 27 Prozent der Fahrzeuge auf den hiesigen Straßen mit Strom fahren.

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