Samtgemeinde investiert rund zwei Millionen Euro in Eystruper Anlage

Neubauten machen Klärwerk effizienter

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Besichtigungstermin auf der Baustelle (v.l.): Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer, Jürgen Köneking vom Liegenschaftsmanagement der Samtgemeinde, Bianca Nietsch vom Kreisverband für Wasserwirtschaft sowie Planungsingenieur Michael Kipsieker.

Von Andree Wächter. Die Kläranlage Eystrup bekommt ein weiteres Belebungsbecken. Ab 2016 soll es den alten Oxidations-Graben, Baujahr 1969, ersetzen. Ein Belebungsbecken ist eine biologische Reinigungsstufe, in der Abwasserinhaltsstoffe durch Bakterien aufgenommen werden und so das Abwasser gereinigt wird. Die Samtgemeinde Hoya investiert rund zwei Millionen Euro.

„Es ist ein Großprojekt von entscheidender Bedeutung“, sagte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer bei einem Ortstermin. Und ergänzte: „Nach der Fusion der beiden Samtgemeinden Hoya und Eystrup haben wir insgesamt 3,5 Millionen Euro in die Kläranlage investiert.“ Vor rund 18 Monaten wurde bereits das Nachklärbecken modernisiert.

Der alte Oxidations-Graben ist an seine Leistungsgrenzen gestoßen. Die Technik ist veraltet. Eine Modernisierung der 46 Jahre alten Anlage wäre nicht wirtschaftlich, war das Fazit von Michael Kipsieker. Er ist Ingenieure bei der Planungsfirma. Ein Neubau hat Vorteile. Durch die neue Technik können, bei erhöhter Reinigungsleistung, 20 bis 30 Prozent Energie gespart werden, rechnet der Experte vor und weist darauf hin, dass Kläranlagen in vielen Kommunen einen großen Teil der gesamten Energiekosten verursachen. Durch die neue Anlage können die Betreiber zudem für die nächsten Jahre eine sichere Abwasserreinigung gewährleisten.

Das neue Belebungsbecken grenzt an das vorhandene Becken an. Beide teilen sich die Mittelwand.

In den vergangenen Monaten wurden die Vorarbeiten gemacht. Die Gebläsestation einen neuen Standort. Das war notwendig, da das alte Haus dem neuen Becken weichen muss. Die vorerst provisorisch untergebrachte Gebläsestation erhält während der Bauphase ein neues Gebäude. Von dort aus wird dann Frischluft ins Becken geblasen.

Ende des Jahres sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen sein. Anfang 2016 löst das Belebungsbecken dann den Oxidations-Graben ab.

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