Samtgemeinde schließt Vertrag mit Ehepaar Christof ab

Geißblatthof Warpe nimmt jetzt Fundtiere auf

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Die Samtgemeinde hat mit dem Ehepaar Linda und Bernd Christof einen Vertrag abgeschlossen. Zuständig für die Aufnahme von Fundtieren ist nun der Tierschutzhof Geißblatt im Warper Ortsteil Burdorf. 

Samtgemeinde - Von Vivian Krause. Scheinbar herrenlos läuft eine Katze in der Nähe einer Hoyaer Firma herum. Ein aufmerksamer Bürger bringt sie ins Tierheim. Dort wird sie von einem Tierarzt untersucht und dann vorübergehend untergebracht. Einige Zeit später holen die Besitzer ihren Vierbeiner im Tierheim Drakenburg ab. Die Katze war bei weitem nicht das erste Fundtier, das dort abgegeben wurde; aber eines der letzten aus dem Bereich der Samtgemeinde Hoya. Denn ab sofort nimmt der Tierschutzhof Geißblatt in Warpe diese auf.

Jahrelang wurden in der Samtgemeinde aufgefundene Hunde und Katzen, aber auch mal ein Huhn oder Kaninchen im Tierheim in Drakenburg abgegeben. „Nun hat sich ab diesem Monat eine vertragliche Änderung ergeben“, teilt die Samtgemeinde mit. Das Tierheim Drakenburg habe der Samtgemeinde einen Auflösungsvertrag angeboten. Das Tierheim wollte sich auf Anfrage der Kreiszeitung nicht zu den Gründen äußern. Es schreibt aber auf seiner Facebook-Seite: „Wir danken der Grafschaft für die jahrelange Zusammenarbeit und wünschen alles Gute!“

Die Samtgemeinde hat mit dem Ehepaar Linda und Bernd Christof vom Verein Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt einen neuen Fundtiervertrag abgeschlossen. Zuständig für die Aufnahme von Fundtieren ist also nun der Hof im Warper Ortsteil Burdorf (Windhorst 32).

Ein großer Vorteil sei laut Bianca Meier vom Fachdienst Bürgerservice der Samtgemeinde der Standort des Hofs. Es gebe oft eine geringere Entfernung vom Finder zum Tierschutzhof. Bisher meldeten sich die Finder häufig bei der Gemeinde, diese engagierte dann einen Kollegen des Bauhofs, der das Tier nach Drakenburg brachte. Die Tiere, die bis jetzt in Warpe abgegeben wurde, brachten die Bürger laut Meier selbst dorthin.

Schon in der ersten Woche der neuen Zuständigkeit gab es laut Linda Cristof sechs Abgaben von Tieren. Einige davon sind bereits wieder bei ihren Besitzern.

Die Samtgemeinde zahlt pro Tierart eine bestimmte Summe an den Geißblatthof. Die Kosten für etwaige Impfungen, Behandlungen von Krankheiten oder eine Kastration – beispielsweise eines herrenlosen Tiers – übernimmt die Samtgemeinde ebenfalls. Diese rechnet laut Uwe Back, Fachbereichsleiter Bürgerservice bei der Samtgemeinde, mit Kosten für die Fundtier-Unterbringung und -behandlung von circa 10 000 Euro pro Jahr. Detaillierte Angaben machte er nicht. Die Summe ist im Haushalt bereitgestellt.

Falls Fragen zu Fundtierangelegenheiten entstehen, können sich die Bürger bei Christine Schröder im Hoyaer Rathaus unter Telefon 04251/81533 und bei Nicole Jüttner im Eystruper Rathaus unter Telefon 04254/931040 melden.

Der Tierschutzhof Geißblatt ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet – auch am Wochenende. Zu erreichen ist er unter Telefon 05022/260 (gegebenenfalls auf den Anrufbeantworter sprechen).

Fundtier-Meldungen druckt die Kreiszeitung auch weiterhin wie gewohnt.

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