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Saisonstart im Freibad Hoya: Gäste müssen sich auf eingeschränkte Öffnungszeiten einstellen

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Von: Nala Harries

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Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Schwimmmeisterin Britta Masemann befüllt das Nichtschwimmerbecken. Anschließend muss es noch gechlort werden.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Schwimmmeisterin Britta Masemann befüllt das Nichtschwimmerbecken. Anschließend muss es noch gechlort werden. © nh

Hoya – Wasserratten und Schwimmbegeisterte können sich freuen: Das Freizeitbad (Rudolf-Harbig-Straße 4) in Hoya startet am Samstag, 14. Mai, in die Saison – und das nach aktuellem Stand ganz ohne Corona-Einschränkungen. Zudem ist am ersten Badetag der Eintritt frei. Aber einen Haken hat das Ganze doch: Die Öffnungszeiten müssen 2022 eingeschränkt werden, denn dem Team fehlt ein zweiter Fachangestellter für Bäderbetriebe.

Statt wie gewohnt, werktags ab 7 Uhr Besucher zu empfangen, stehen Badegästen die Türen in der Saison 2022 erst ab 13 Uhr offen (siehe Kasten). Dienstags bleibt die Einrichtung sogar ganz geschlossen. „Wir müssen unserer einzigen Schwimmmeisterin, Britta Masemann, auch etwas Pause gönnen“, begründen die Rathausmitarbeiterinnen, Britta Grohs und Heike Bockhop, die Entscheidung.

Hätte sich ein Bewerber auf die ausgeschriebene Stelle gemeldet, würden die Pläne sicherlich anders aussehen. Mit der Problematik rund um den Fachkräftemangel kämpft allerdings nicht nur Hoya, „in Deutschland fehlen rund 3 000 Fachangestellte für Bäderbetriebe“, wissen die beiden Frauen. Wer Interesse an dem Job in der Grafenstadt hat, der kann sich sowohl im Rathaus (Telefon 04254/931015 oder 04251/81556) als auch direkt im Freizeitbad (Telefon 04251/3591) melden.

Grohs und Bockhop hoffen ungeachtet der eingeschränkten Öffnungszeiten auf Verständnis bei den Badegästen. „Wir hätten es auch gern anders geregelt, haben alle Möglichkeiten abgeklopft, aber mehr war einfach nicht herauszukitzeln“, müssen sich die Rathausmitarbeiterinnen eingestehen. Trotz der allgemein gestiegenen Kosten möchten sie den Besuchern daher auch keine Erhöhung der Ticketpreise zumuten. „Die bleiben, wie sie sind“, versichern Grohs und Bockhop.

Zwar gebe es aktuell nur eine Schwimmmeisterin sowie zwei Aufsichtskräfte für das Freizeitbad. Schwimmkurse sollen aber dennoch angeboten werden. „Britta Masemann plant insgesamt fünf“, verkünden die Frauen.

„Ich hoffe, dass sich das bei uns nicht so staut, wie in anderen Regionen, sodass alle Kinder schwimmen lernen können“, meint Britta Grohs. Im vergangenen Jahr habe man in Hoya bereits viele Angebote schaffen können: Mehr als 100 Jungen und Mädchen bekamen 2021 erklärt, wie sie sich an der Wasseroberfläche halten können. Anmeldungen für die Kurse in diesem Jahr sind weiterhin direkt im Freizeitbad möglich.

Doch zusätzlich zu den Jungen und Mädchen aus der Samtgemeinde kommen schließlich nun noch die ukrainischen Flüchtlingskinder. Könnte es dann nicht eng werden? „Für diese Menschen sind sicherlich aktuell andere Fragestellungen wichtiger, als einen Platz in einem Schwimmkurs zu ergattern“, vermuten die Rathausmitarbeiterinnen. Mit dem derzeitigen Personalbestand seien aber keine zusätzlichen Angebote möglich, stellen die beiden klar.

Mit Blick auf das Jahr 2022 steht zudem noch die Rundum-Sanierung des Hoyaer Freibads an. 7,2 Millionen Euro seien dafür eingeplant, meinte Bauamtsleiter Rolf Walnsch bereits Ende des vergangenen Jahres. Dann soll es unter anderem den alten Umkleidekabinen, den Schwimmbecken und der Technik an den Kragen gehen. Derzeit fehle aber noch ein Beschluss des Samtgemeinderats, damit das „Riesen-Projekt“ in die Vollen gehen kann. Auswirkungen auf den Saisonverlauf im Freizeitbad hätten die Pläne jedoch nicht, versichern Grohs und Bockhop.

Die Vorbereitungen in der Badeanstalt für den 14. Mai laufen auf Hochtouren. „Alles ist geschrubbt, beide Schwimmbecken fast gefüllt und das Team hat angefangen, zu chloren“, erzählen die beiden Frauen von den Fortschritten vor Ort. Auch das Kioskteam um Bettina Ridder habe schon den Laden bestückt und alles vorbereitet. Jetzt fehlen nur noch die Gäste, die das Hoyaer Freizeitbad mit Leben füllen und es aus seinem Winterschlaf holen.

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