Kommunale Vertreter zeigen großes Interesse

Rittergut: Architekt stellt Pläne vor

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Sind bei der Sanierung des Ritterguts Ovelgönne im engen Dialog: (v.l.) Horst Burmester, Antje Grünhagen, Wilhelm Schröder, Anja Schubert und Bernhard Schubert. 

Bücken - Kommunale Vertreter zeigen großes Interesse am Umbau des Ritterguts Ovelgönne in Bücken zu einem Zentrum für traumatisierte Kinder. Im Rittergut informierten sich Wilhelm Schröder als Bürgermeister des Fleckens Bücken sowie Antje Grünhagen in Vertretung für Hoyas Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer über das Projekt.

Die Besitzer Anja und Bernhard Schubert sowie der Architekt Horst Burmester hatten zu diesem Treffen eingeladen, um der Gemeinde die Planungen des angestrebten Leuchtturmprojektes vorzustellen und einen groben Zeitplan zu besprechen.

Das Kinderheim „Kleine Strolche“ hatte das Rittergut Anfang des Jahres gekauft und beschäftigt sich nun intensiv mit der Planung und Realisierung der einzelnen Bauabschnitte. Horst Burmester („Das Syndikat“) und der Heimleiter Bernhard Schubert stellten den Vertretern der Gemeinde das Grobkonzept zur Kernsanierung des Ritterguts vor.

In einem ersten Schritt soll ein Nebengebäude des Ritterguts zu einem Therapiezentrum ausgebaut werden. „In dem geplanten Therapiezentrum möchten die Therapeuten des Kinderheims dabei helfen, dass traumatisierte Kinder ihre Abwehrmechanismen und posttraumatischen Belastungsstörungen verstehen und lernen, mit ihnen umzugehen“, so formuliert es der Öffentlichkeitsbeauftragte Wolfgang Witt.

Soforthilfe für Kinder

Heimleiter Bernhard Schubert erläuterte in der Gesprächsrunde, dass gewalttätige Übergriffe, sexuelle Misshandlungen, Vernachlässigungen oder Alkohol- sowie Drogeneinflüsse Traumatisierungen hervorrufen können. Diese können langfristig zu dauerhaften psychischen und auch körperlichen Schäden führen.

„Im neuen Therapiezentrum werden erfahrene Spezialisten diese Belastungsstörungen behandeln, um den Kindern Soforthilfe zu geben“, so die Ankündigung.

In einem zweiten Schritt soll dann das denkmalgeschützte Hauptgebäude saniert werden. Insbesondere dort stellen, so Witt, die Bestimmungen des Denkmalschutzes die Planer vor große Herausforderungen. „Im Hauptgebäude werden die Bereiche Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Heimleitung ein neues Domizil finden“, erläutert er.

In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war an den historischen Wirtschaftsteil des Hauptgebäudes ein Scheunenbereich angefügt worden. „Dieser Teilbereich der Scheune soll in einem dritten Bauabschnitt eventuell durch einen Neubau ersetzt werden“, hieß es. Dort sollen dann zwei Kindergruppen ihr Zuhause finden. „Der neue Gebäudeteil würde sich durch Bauweise und Optik natürlich in das bisherige Ensemble der Baukunst vergangener Jahrhunderte einfügen“, so der Architekt Horst Burmester. „Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass dieses Denkmal nicht verfälscht wird und dauerhaft erhalten bleibt.“

Konkreter Zeitplan steht noch aus

Der Zeitplan für die Realisierung des ersten Sanierungsabschnitts sei unter anderem davon abhängig, welche Fördermöglichkeiten zur Unterstützung herangezogen werden können, wie sich das Spenden- und Sponsorenaufkommen entwickele und wie sich die erforderlichen Abstimmungen mit allen Beteiligten inhaltlich und zeitlich gestalten, so der Öffentlichkeitsbeauftragte.

„Sämtliche Arbeiten im Rittergut erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Behörden und Förderern. Die Bürgermeister sehen diesem geplanten Projekt sehr wohlwollend entgegen und es wurde vereinbart, dass Mitte Mai ein runder Tisch stattfinden soll“, erläuterte Wolfgang Witt. Dort würden Fachkräfte und Spezialisten – unter anderem vom Bauamt und Denkmalschutz – die vielfältigen Details und Problemstellungen aufnehmen, diskutieren und lösungsorientiert angehen.

Die Planungen sowie die einzelnen Baufortschritte werden in Kürze auf der Internet-Seite des Ritterguts veröffentlicht.

www.rittergut-kleine-strolche.de

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