Referentin Marianne Riecke spricht über unnötigen Stress in der Adventszeit

Wie Weihnachten wirklich ein besinnliches Fest wird

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Referentin Marianne Riecke erklärt, wie Stress in der Weihnachtszeit vermieden werden kann.

Eystrup - Von Jana Wohlers. Weihnachten ist die Zeit der Familie und der Freude, der Ruhe und der Gemeinsamkeit – eigentlich. Doch bei vielen herrscht in den Tagen rund ums Fest meist nur Stress. Wie man die Advents- und Weihnachtszeit genießen und ganz entspannt auf sich zukommen lassen kann, erklärte jetzt Marianne Riecke von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beim Frauenfrühstück des „Eystruper Frauen Abends“ (EFA).

Von begeistert bis eher verhalten fielen die Antworten auf die Frage „Freuen Sie sich auf Weihnachten?“ aus. Für viele bedeutet das bunte Treiben im Dezember mehr Stress als alles andere. „Im Vorfeld müssen Sie sich selbst einige Fragen stellen“, erklärte Riecke im Eystruper Gemeindezentrum. „Was ist mir wichtig? Was könnte ich, entgegen den Vorjahren, als überflüssig abhaken? Was kann ich erledigen, solange noch genug Zeit vorhanden ist?“

Für Marianne Riecke gilt: Je mehr im Vorfeld geplant wird, desto entspannter lässt es sich Richtung Weihnachten blicken. „Legen Sie doch einfach mal eine Familienkonferenz ein, bei der jeder sagen kann, was ihm wichtig ist und die Aufgaben auf alle gleichsam verteilt werden. Geben Sie Verantwortung ab.“

Soll es ein Vier-Gänge-Menü oder Kartoffelsalat mit Würstchen zu Essen geben? Wie sieht es mit Familien- und Kirchenbesuchen aus? Wichtig sei dabei: Das Wort „eigentlich“ sollte aus dem Sprachgebrauch gestrichen werden. „Denn eigentlich wollen die meisten an Weihnachten gar nicht all das, was die Tradition verlangt“, gab Riecke zu bedenken. Wichtig sei es, die Weihnachtszeit gemeinsam zu genießen – denn genau darum gehe es: Ruhe, Gemeinschaft und Besinnung.

Bei der Weihnachtsdeko „muss nicht alles zum ersten Advent fertig sein“, und auch die „weihnachtliche Materialschlacht, das ewige Hin und Her mit den Geschenken tut nicht Not“, sagte die Referentin. Ein Geschenk annehmen zu können, dafür benötigt es schon ein wenig Charakter. „Geschenke sollten als ein Zeichen der Anerkennung und der inneren Zuneigung gesehen werden. Jeder sollte danken, aber auch einen Dank annehmen können.“ Wer weniger, dafür aber liebevoller schenkt, der macht sich laut Riecke mehr Gedanken und weniger Stress über die Bescherung.

Mit der Methode „Weihnachtsmann“ können Wünsche und Ideen das ganze Jahr über in einem Buch – wie das des Weihnachtsmanns – gesammelt und bei Bedarf umgesetzt werden. Wer gerne frühzeitig und situationsgemäß passend Geschenke kaufen will, der spielt „Eichhörnchen“ und kauft mögliche Herzenswünsche für Weihnachten einfach schon im Sommerschlussverkauf. Bei der Methode „Rentierschlitten“ hat der Einfachheit halber der Lieferdienst Vorrang, der die passenden Geschenke direkt vor die Haustür liefert.

„Planen Sie Ihre Angelegenheiten so, dass Sie alles in gemütlicher Stimmung erledigen können und nicht kurz vor Weihnachten kollabieren“, sagte Riecke. „Unser Stress wird oft selbst gemacht. Glauben Sie denn wirklich, Weihnachten fällt aus, nur weil die Gans im Ofen mal nicht knackig braun ist?“

Das Aufschreiben der Aufgaben entlastet den Kopf und sorgt in vollen Zeiten für Orientierung. „Das Wichtigste ist, gute Stimmung zu haben, die Feiertage entspannt zu genießen und dankbar sein zu können.“ Wer im Stress nicht mehr weiter weiß, der handelt einfach nach Art des Weihnachtsmanns: Prioritäten setzen, sich helfen lassen, von Herzen schenken und Gutes auch mal im Verborgenen tun.

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