Für mehr Sicherheit

Radweg durch den Sellingsloh: Pläne schreiten voran

Die Tour durch den Sellingsloh entlang der L 330 ist für Radfahrer nicht ganz ungefährlich, denn viel Platz ist dort neben den Lastwagen und Autos nicht. Ein Radweg soll die nötige Sicherheit gewährleisten.
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Die Tour durch den Sellingsloh entlang der L 330 ist für Radfahrer nicht ganz ungefährlich, denn viel Platz ist dort neben den Lastwagen und Autos nicht. Ein Radweg soll die nötige Sicherheit gewährleisten.

Hoyerhagen/Gehlbergen –  Seit Jahren wird über den Bau eines Radwegs durch den Sellingsloh zwischen Hoyerhagen und Gehlbergen diskutiert. Aber wie sieht der aktuelle Stand aus?

Seit Jahren wird über den Bau eines Radwegs durch den Sellingsloh an der Landesstraße 330 zwischen Hoyerhagen und Gehlbergen diskutiert. Notwendig ist der auf jeden Fall. In dem Punkt sind sich alle Beteiligten einig. Alle, außer das Land Niedersachsen. Das Projekt steht in Hannover nämlich nicht besonders weit oben auf der Prioritätenliste.

Daher haben die Gemeinde Hoyerhagen und die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen schlussendlich entschlossen, dass Ganze selbst in die Hand zu nehmen und das Vorhaben als Modellradweg in die Tat umzusetzen.

Doch seit dem sind viele Monate vergangen. Wie sieht also der aktuelle Stand aus? „Die Planungen sind bereits weit vorangeschritten. Wenn alles gut geht, kann 2022 vielleicht mit den Bauarbeiten begonnen werden“, sagt Bauamtsleiter Rolf Walnsch und fügt hinzu: „Ich bin froh, dass uns das Land diese Alternative bietet“. Er verrät jetzt, hinter welche Punkte man bereits einen Haken machen konnte und welche Schritte noch anstehen.

Für das Vorhaben wird eine Genehmigung benötigt. Voraussetzung für deren Erteilung ist normalerweise ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren – ein besonderes, streng formalisiertes Genehmigungsverfahren zur umfassenden Entscheidung über die Zulässigkeit einer Baumaßnahme. Dieses wollen die Beteiligten aber möglichst vermeiden. „Verzichtet man darauf, geht das Verfahren in der Regel schneller voran. Sind sich alle Betroffenen einig, ist das auch möglich“, weiß Rolf Walnsch. Ein Verzicht setzt jedoch beispielsweise voraus, dass die benötigten Flächen an der rund 1,7 Kilometer langen Strecke zwischen Hoyerhagen und Gehlbergen im Eigentum der beiden Gemeinden sind.

„Daher mussten viele Verkaufsgespräche mit den jeweiligen Eigentümern geführt werden“, erklärt der Bauamtsleiter. Einer davon sei das Land gewesen, dem ein Streifen gehörte. Auch eine Natur- und Artenschutzerhebung war nötig. „Dabei ist alles glatt gelaufen“, verkündet er sichtlich froh über die Fortschritte. Darüber hinaus müsse Kompensation geleistet und beispielsweise ein Ersatzwald angelegt werden. Auch der Bahnübergang in Gehlbergen sei ein Thema, welches die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (VGH) zur Sprache brachten. Um diesen zu sichern, solle nun noch eine Ampelanlage sowie eine Schranke gebaut werden.

Geplant ist, alle Unterlagen – entweder noch vor Weihnachten oder dann im Januar 2022 – den Trägern öffentlicher Belange, darunter beispielsweise die VGH, die Naturschutzbehörde und der Landkreis, vorzulegen. Diese hätten anschließend rund einen Monat Zeit, ihre Stellungnahmen abzugeben. „Wenn keine Bedenken seitens der Träger und Eigentümer bestehen, wovon ich ausgehe, werden wir beim Landkreis einen Verzicht auf das Planfeststellungsverfahren beantragen“, erläutert Rolf Walnsch die weiteren Pläne.

Ist dieser Schritt geschafft und die Genehmigung erteilt, werden die Arbeiten ausgeschrieben und es könne mit dem Bau begonnen werden. Allerdings benötigen Hoyerhagen und Bruchhausen-Vilsen dabei die Mitwirkung des Landes, beziehungsweise der Straßenbaubehörde. Diese beteiligt sich nämlich mit einem Anteil von 50 Prozent an den Kosten, die andere Hälfte würde auf die beiden beteiligten Gemeinden aufgeteilt. „Und dabei bleibt es nicht unter 500 000 Euro“, bemaß Walnsch die Kosten bereits schon einmal in einem vorangegangenen Interview. Er geht jedoch davon aus, dass die Mittel bereitgestellt werden.

Neben dem Geld, welches die Gemeinden aufbringen müssen, sind sie außerdem für die gesamte Planung sowie den späteren Bau des Radwegs zuständig. Grund dafür ist, dass der Lückenschluss im Rahmen eines Modellradwegs durchgeführt wird. Da das Land dem Projekt nicht höchste Priorität zumisst, liegt es also nun an Hoyerhagen und Bruchhausen-Vilsen den Radwegebau schnellstmöglich voranzutreiben.

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