Mirja Schulte-Derne eröffnet Praxis in Wechold

Psychotherapeutin nimmt Kindern die Ängste

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Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Mirja Schulte-Derne freut sich darauf, in ihrer neuen Praxis vielen Menschen helfen zu können.

Wechold - Von Anne Schmidtke. Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Mirja Schulte-Derne hat vor Kurzem eine Praxis in Wechold (Hausnummer 76) eröffnet. Die 42-jährige Mutter von zwei Kindern erzählt im Interview, warum sie den Beruf gewählt hat, warum sie sich selbstständig gemacht hat und warum sie nach Wechold gekommen ist:

Hallo Frau Schulte-Derne, bitte stellen Sie sich kurz vor.

Nach dem Abitur habe ich gymnasiales Lehramt studiert mit den Fächern Deutsch und Englisch. Ich habe das Studium und das anschließende Referendariat abgeschlossen. Danach habe ich dann an einem Gymnasium in Hamburg gearbeitet. Währenddessen habe ich mich mit meinem Lieblingsfach beschäftigt, nämlich der Psychologie. Und dann habe ich eine fünfjährige Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin am Norddeutschen Institut für Verhaltenstherapie in Bremen absolviert. Während der Ausbildung habe ich meine beiden Kinder bekommen und über mehrere Monate lang Praktika in einer niedergelassenen Praxis in Elmshorn sowie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamburg-Harburg gemacht. Zudem habe ich schon Patienten behandelt. Nach der Ausbildung habe ich dann in der Sozialpsychiatrischen Praxis bei Dr. Matthias Dörfel in Rotenburg gearbeitet.

Wie kam es nun zu dem Schritt in die Selbstständigkeit?

Ich hatte schon lange das Bild im Kopf, dass ich irgendwann in meiner Praxis sitze und die Patienten zu mir kommen.

Warum gerade Wechold? War es nie Ihr Wunsch, in einer großen Stadt zu praktizieren?

Doch, aber alle wollen in die Stadt. Ich bin daher genau den entgegengesetzten Schritt gegangen.

Was ist schöner daran, auf dem Land zu praktizieren?

Erstens habe ich hier meine Ruhe. Das finde ich schon mal ganz toll. Zweitens habe ich Parkplätze direkt vor der Tür. Das wäre in Bremen nicht der Fall. Und drittens habe ich einen Garten. Das heißt, ich kann im Frühjahr und Sommer mit den Kindern und Jugendlichen nach draußen gehen.

Wer darf zu Ihnen kommen?

Ich darf Kinder und Jugendliche von 0 bis 21 Jahren behandeln.

Was für Probleme haben die Kinder und Jugendlichen, die zu Ihnen kommen?

Einige sind zum Beispiel im Kindergarten auffällig geworden, und die Erzieher bitten zusammen mit den Eltern darum, einmal zu schauen, ob mit dem Kind alles in Ordnung ist. Dann mache ich bestimmte Tests und gucke, ob das Kind den für sein Alter entsprechenden Entwicklungsstand hat. Ich prüfe auch, ob es Hinweise auf psychische oder erzieherische Probleme gibt. Bei Schulkindern machen sich zum Beispiel die Lehrer oder Eltern Sorgen, wenn die Kinder oft traurig wirken, sich im Unterricht nicht melden, keine Freunde haben oder sich nicht von Mama und Papa trennen mögen. Bei älteren Kindern geht es auch viel um Depressionen, Aggressionen und Zukunftsängste.

Mit welcher Altersklasse arbeiten Sie am liebsten?

Ich finde es schön, eine große Bandbreite zu haben. Ich bin nicht auf eine bestimmte Altersgruppe fokussiert. Je jünger die Kinder sind, desto mehr muss man natürlich mit den Eltern zusammenarbeiten. Wenn es zum Beispiel um Fütterungsgprobleme oder Schlafprobleme bei Säuglingen geht, ist klar, dass ich mit den Eltern arbeiten muss.

Was war bisher Ihr schönstes Erlebnis?

Das Schönste ist natürlich wenn ich mit dem Kind feststelle, dass es mich nicht mehr braucht. Wenn wir feststellen, dass es allen gut geht.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um zu Ihnen kommen zu dürfen?

Man kann direkt mit der Krankenkassenkarte zu mir kommen. Die Patienten müssen nicht vorher zum Arzt gehen und sich eine Überweisung holen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Viele spannende Kinder und Jugendliche.

Wer einen Termin mit Mirja Schulte-Derne vereinbaren möchte, erreicht sie unter der Telefonnummer 04256/3249953. „Wenn ich nicht ran gehe, bitte auf den Anrufbeantworter sprechen. Ich rufe dann zurück“, sagt die 42-Jährige.

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