„Projekt verdient höchste Anerkennung“

Rat des Fleckens Bücken verabschiedet Bebauungsplan „Rittergut Ovelgönne“

Bücken - Den Bebauungsplan (B-Plan) „Rittergut Ovelgönne“ verabschiedete der Rat des Fleckens Bücken am Donnerstagabend einstimmig während einer öffentlichen Sitzung im Gemeindehaus. „Dieses Projekt verdient höchste Anerkennung“, lobte Bürgermeister Wilhelm Schröder das Vorhaben des Asendorfer Kinderheims „Kleine Strolche“, auf Ovelgönne ein Therapiezentrum für traumatisierte Kinder einzurichten (wir berichteten). Wie Gemeindedirektor Detlef Meyer sagte, habe der Bücker Rat fast auf den Tag genau vor einem Jahr, nämlich am 20. September 2018, beschlossen, den B-Plan aufzustellen.

Nachdem der Bebauungsplan nun unter Berücksichtigung der Abwägung zu den eingegangenen Stellungnahmen als Satzung verabschiedet wurde, folge die öffentliche Bekanntmachung, sagte Meyer. Parallel laufe derzeit die Aufstellung der Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plans) „Bücken – Rittergut Ovelgönne“. Der entsprechende Feststellungsbeschluss stehe auf der Tagesordnung einer Samtgemeinderatssitzung am 24. Oktober. Die F-Plan-Änderung werde danach dem Landkreis Nienburg zur Genehmigung vorgelegt. Sei Letztere erfolgt, könne der Bebauungsplan in Kraft gesetzt werden.

Ratsmitglied Irmtrud Gläser fragte, ob es stimme, dass auf dem Rittergut Ovelgönne 40 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. Gemeindedirektor Detlef Meyer bestätigte dies und erklärte, dass für die Bücker Zweigstelle des Kinderheims eine ganze Reihe von Therapeuten benötigt würden. Überdies seien zahlreiche Arbeitskräfte für den laufenden Betrieb erforderlich. Bürgermeister Wilhelm Schröder fügte hinzu, dass auch der Ausbildungsbereich des Kinderheims sehr umfangreich sei. „Immer mehr Kinder brauchen Schutzzonen“, sagte Stefan Meyer, erster stellvertretender Bürgermeister. „Die Planung ist sehr gut verlaufen. Wir in Bücken scheinen einen goldenen Finger dafür zu haben.“

Zu Beginn der Ratssitzung äußerte sich Bürgermeister Wilhelm Schröder erfreut darüber, dass vier Zuhörer daran teilnahmen. Einstimmig beschlossen wurde der Jahresabschluss des Fleckens Bücken für 2017; der Gemeindedirektor wurde ebenfalls einstimmig entlastet. Die erzielten Überschüsse von rund 171.000 Euro im ordentlichen und 15 900 Euro im außerordentlichen Ergebnis werden den jeweiligen Rücklagen zugeführt. „Die finanzielle Situation in Bücken ist geordnet“, sagte Detlef Meyer.

Die Richtlinie für die Eigenheim- und Wohnungsbauförderung des Fleckens Bücken soll bis zum Ende des Jahres 2021 gelten. Eine entsprechende Verlängerung beschloss der Gemeinderat einstimmig. Stefan Meyer: „Das Förderprogramm hat sicherlich einige bewogen, ihren Lebensmittelpunkt hier in Bücken einzurichten.“ Wie Detlef Meyer berichtete, seien von 2015 bis 2019 im Rahmen des sehr gut angenommenen Förderprogramms 37 Anträge bewilligt und knapp 170.000 Euro ausgezahlt worden. Ursprünglich habe die Richtlinie bis Ende dieses Jahres gegolten. Nach der nächsten Kommunalwahl werde sich aber im November 2021 ein neuer Gemeinderat konstituieren. Dieser solle dann über die Gestaltung einer neuen Förderrichtlinie entscheiden.

Gleiches gilt für das Fassadenförderprogramm, das der Gemeinderat – wiederum einstimmig – ebenfalls bis Ende 2021 verlängerte. „Bücken hat eine tolle Struktur und tolle Gebäude“, sagte Detlef Meyer und verwies auf sieben Fassaden-Förderanträge von 2015 bis 2019 mit einem Auszahlungsvolumen von rund 12 900 Euro. Unter anderem, so Stefan Meyer, könne womöglich der Geltungsbereich des Fassadenförderprogramms nach 2021 neu erörtert werden.

Eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 36.000 Euro für die Spielplätze im Neubaugebiet Dorfplatz und im Bürgerholz wurde einstimmig gebilligt. Der Betrag wird durch geringere Ausgaben für den Ausbau der Winterstraße und des DFB-Minifelds gedeckt. Einstimmig genehmigt wurden auch insgesamt rund 6000 Euro, die aus mehreren Einzelbeträgen an Planungskosten für verschiedene Projekte entstanden. Gedeckt wird dieser Betrag nach Auskunft von Detlef Meyer durch Einsparungen im Bereich Straßenunterhaltung.

Wie Meyer weiter berichtete, erhält der Flecken aus dem 200.000-Euro-Gewinn der Gasversorgung (wir berichteten) einen Anteil von 42 144 Euro. Für den Ausbau der Wasserleitung, so berichtete die stellvertretende Gemeindedirektorin Britta Grohs, werde es eine Vollsperrung der Marktstraße von den Hausnummern 2 bis 30 geben.

Nach dem Fällen der Buchen im Bürgerholz (wir berichteten) sei mit einem hohen Verbrauch an Dieseltreibstoff zum Schreddern der Baumstämme zu rechnen, sagte ein Zuhörer und fragte den Rat, ob die Verhältnismäßigkeit der Mittel – auch in Hinblick auf den Kohlendioxid-Ausstoß – gegeben sei. Wilhelm Schröder und Detlef Meyer antworteten, dass darüber bislang noch keine Berechnungen angestellt worden seien.

Rubriklistenbild: © dpa

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