Tourist-Information Hoya ist mit der Saison zufrieden

Positive Bilanz trotz Corona-Pandemie

Freuen sich über den gelungenen Saisonabschluss trotz Pandemie: (von links) Martin Fahrland (Mittelweser-Touristik), Karin Hauffe und Kirsten Schindler (Mitarbeiterinnen der Tourist-Information), York Schmelter (Wirtschaftsförderer) und Detlef Meyer (Samtgemeindebürgermeister).
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Freuen sich über den gelungenen Saisonabschluss trotz Pandemie: (von links) Martin Fahrland (Mittelweser-Touristik), Karin Hauffe und Kirsten Schindler (Mitarbeiterinnen der Tourist-Information), York Schmelter (Wirtschaftsförderer) und Detlef Meyer (Samtgemeindebürgermeister).

Samtgemeinde – „Es war eine besondere Saison“, sagte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer jetzt während eines Pressegesprächs in der Tourist-Information in Hoya. So wie in vielen weiteren Lebenslagen auch, habe die Corona-Pandemie ebenso die Tourismusbranche im Jahr 2020 beeinflusst. In der Samtgemeinde Hoya allerdings nicht zum Nachteil. Die siebte Saison der Hoyaer Einrichtung gehe trotz der schwierigen Bedingungen mit einem positiven Ergebnis zu Ende.

Die Tourist-Information habe in diesem Jahr insgesamt 960 Gäste empfangen und beraten bei einer Öffnungszeit von fünf Tagen die Woche mit 20,5 Stunden. Los ging es coronabedingt erst am 1. Juni. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 empfingen die Mitarbeiterinnen die Gäste nur an drei Tagen die Woche mit siebeneinhalb Stunden.

Einen großen Anteil, rund 28 Prozent, der Besucher machten 2020 Radfahrer aus, die auf dem Weserradweg sowie auf den regionalen Radwegen unterwegs gewesen seien. Zudem habe es viele Nachfragen zu Informationen über die Samtgemeinde Grafschaft Hoya gegeben. Engpässe seien hingegen zeitweise entstanden nach der Wiedereröffnung der Beherbergungbetriebe nach dem Lockdown. Grund dafür sei gewesen, dass die Lust auf Urlaub in heimischen Gefilden aufgrund der Corona-Situation enorm angestiegen sei.

Ein wichtiges Standbein seien mittlerweile zudem die Wohnmobilisten-Stellplätze in der Samtgemeinde, schilderte Wirtschaftsförderer York Schmelter. Es seien in der Saison insgesamt 1 253 Tickets verkauft worden. Meistens würden zwei Personen in einem Wohnmobil unterwegs sein, die statistisch rund 50,50 Euro im Ort lassen. „Somit haben sie der Stadt rund 126 000 Euro an Einnahmen gebracht“, resümierte Schmelter. Dies sei ein Anhaltspunkt dafür, wie wichtig die Wohnmobilisten für den Tourismus seien. Deshalb solle dieses Thema weiter intensiviert werden.

Weniger Laufkundschaft in den Räumen der Tourist-Information an der Langen Straße in Hoya hingegen habe es laut Mitarbeiterin Kirsten Schindler vor allem gegeben, weil nur noch eine Person zeitgleich die Räumlichkeiten habe betreten dürfen. „Viele Familienangehörige, Freunde und Mitreisende sind dann draußen vor der Tür stehen geblieben“, schildert sie. „Ohne Corona hätten wir die Saison 2019 garantiert getoppt“, war sie sich sicher. Trotzdem sei sie sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Auch die Auswertung des neu eingeführten Gästefragebogens habe eine positive Bilanz ergeben. Sie bescheinige dem Team der Hoyaer Tourist-Information eine sehr gute Beratung sowie eine hohe Fachkompetenz.

Umso mehr schade sei es laut Detlef Meyer, dass mit Abschluss der Saison 2020 sich auch die beiden langjährigen Mitarbeiterinnen Kirsten Schindler und Karin Hauffe in den Ruhestand verabschieden würden. Beide hätten maßgeblich dazu beigetragen, den Tourismus in der Samtgemeinde voranzutreiben – Schindler seit 2014, Karin Hauffe kam ein Jahr später dazu. Meyer habe sich immer gefreut, dass alles jederzeit so reibungslos verlaufen sei.

Auch Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser -Touristik GmbH fand nur lobende Worte für die beiden Frauen. So müsse zwar die touristische Infrastruktur gegeben sein, aber auch die Qualität der Beratung sei von hoher Wichtigkeit. „Und hier wird Service gelebt“, sagte Fahrland. Die Tourist-Information sei nicht zuletzt dank Kirsten Schindler und Karin Hauffe ein Erfolgsmodell. „Ihr Nachfolger tritt in große Fußstapfen“, meinte er.

Wer ebendieser Nachfolger sein wird, stehe laut Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer noch nicht fest. Es solle eine Vollzeitstelle geschaffen werden, sodass die Einrichtung zum 1. April 2021 wieder öffnen könne. In der Zwischenzeit stünden Informationen in den Rathäusern Hoya und Eystrup bereit.

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