Polizei ermittelt nach Unfall bei Göbber

Fahrlässige Körperverletzung?

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Die Rettungsstelle schickte nach dem Notruf rund 300 Rettungskräfte nach Eystrup, basierend auf der Alarm- und Ausrückordnung für „Unklare Gefahrengutlagen mit Massenanfall von Verletzten“.

Eystrup - Von Michael Wendt. Die Polizei ermittelt nach dem Zwischenfall am Freitag beim Eystruper Konfitürenhersteller Göbber wegen „möglicher fahrlässiger Körperverletzung“. Das hat die Polizei-Pressestelle in Nienburg am Wochenende mitgeteilt.

Sie schreibt von 29 Mitarbeitern, die Atemwegsreizungen erlitten haben. Die Feuerwehr geht von 24 Betroffenen aus. Sechs (laut Polizei) beziehungsweise fünf (laut Feuerwehr) von ihnen wurden in die Krankenhäuser Nienburg, Verden und Sulingen transportiert. „Lebensgefahr besteht derzeit nicht“, teilte die Polizei am Freitag kurz vor Mitternacht mit. Eine Gefahr für die Bevölkerung schloss sie ebenfalls aus.

Nachdem mehrere Mitarbeiter am Freitag über Unwohlsein geklagt hatten, stoppte die Firma Göbber gegen 15 Uhr die Produktion und evakuierte die dreigeschossige Werkshalle, in der die Betroffenen gearbeitet hatten. Später wurde zur Sicherheit das gesamte Werksgelände geräumt, wovon laut Polizei rund 100 Mitarbeiter betroffen waren.

Derweil suchten die Einsatzkräfte des Feuerwehr-ABC-Zugs aus Nienburg nach möglichen Ursachen für die Atemwegsreizungen. Sie betraten die rund 40x60 Meter große Werkshalle laut Feuerwehr-Mitteilung in Chemikalien-Schützanzügen. „Trotz des Einsatzes empfindlicher Messgeräte kann sowohl die Art des ausgetretenen Stoffes als auch dessen Herkunft nicht ermittelt werden“, teilte die Polizei mit.

Nach einer Belüftung der betroffenen Produktionshalle und einer Begehung durch Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamts Hannover sind die Halle und das Werksgelände noch am Freitag wieder freigegeben worden.

Großeinsatz bei Göbber in Eystrup

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