Petra und Jörg Twietmeyer zeigen ihren Garten / Viele Skulpturen

Ein Gesamtkunstwerk

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Dieses Männchen scheint die Gäste zu begrüßen.

Warpe - Fast scheint es die Besucher in seinem Reich willkommen heißen zu wollen, das Männchen mit der Lampe in der Hand. Es steht am Rand der Terrasse von Petra und Jörg Twietmeyer und ist aus lauter alten Schrottteilen zusammengesetzt, die von Rost überzogen sind. Nur sein Hut – eine Art Schale – wirkt neu und sauber. Als hätte das Männchen ihn extra für den großen Tag gekauft, um einen guten Eindruck auf die Gäste zu machen, die in den Garten des Ehepaars in Warpe kommen.

Denn die Twietmeyers nehmen in diesem Jahr erstmals an der „Gartentour Niedersachsen“ teil. „Wir haben schon früher einige Besucher hier gehabt, meist im September, wenn wir unseren Pflanzenmarkt veranstalten“, berichtete Petra Twietmeyer gestern. Diese Besucher hätten ihr und ihrem Mann geraten, bei der „Gartentour“ mitzumachen.

Das Männchen von der Terrasse ist nur ein Vorbote dessen, was die Gäste erwartet: Überall stehen menschen- oder auch tierähnliche Skulpturen, zusammengesetzt aus verschiedenen Gegenständen, sowie Tonfiguren und Kuriositäten wie seltsam geformte Katzen, alte Blätter von Kreissägen oder Bügeleisen. Hinter jeder Ecke gibt es Überraschungen. „Das ist super“, findet Rolf Rumann aus Eystrup. Er ist selbst Hobbybastler, schaut gern fremde Gärten an und ist fasziniert, was man aus Teilen, die andere Menschen fortwerfen, alles schaffen kann.

Untermalt wird die Szenerie vom Rauschen und Plätschern, das die Besucher überall auf der rund einen Hektar großen Anlage zu begleiten scheint. Kleine und große Teiche, Wasserspiele und Fontänen sorgen für eine entspannende Geräuschkulisse. Stühle, Bänke und Liegen – teilweise ebenfalls selbst gebastelt – laden zum Verweilen ein. Viele Gäste kommen dieser stillen Einladung nach. Andere gehen lieber weiter auf Erkundungstour und schießen Fotos von der seltsamen Vogelfamilie, die im hohen Gras herumzustolzieren scheint und aus Ästen und Pflanzen gefertigt ist.

Doch nicht nur die Skulpturen, auch die vielen verschiedenen Pflanzen sorgen für Bewunderung. „Die ist aber toll“, meint Karin Bremer aus Borstel und zeigt ihrer Freundin eine besonders prächtige Blume. „Die habe ich auch, aber bei mir wird sie nicht so riesig“, erwidert ihre Bekannte. Die Frauen nehmen oft an der „Gartentour“ teil, da sie selbst „Gartenfreunde“ sind. „Dieser Garten ist sehr interessant und ansprechend“, lautet ihr Urteil über die Anlage der Twietmeyers.

Bevor sich der Garten von Petra und Jörg Twietmeyer in ein kleines Wunderland verwandelte, war er eine Weidefläche für Kühe. Nachdem das Ehepaar die Tierhaltung aufgegeben hatte, wollte es die Fläche anders nutzen. Petra Twietmeyer sorgte für die Pflanzen, ihr Mann für die Figuren, die er selbst baut. „Wenn ich die einzelnen Teile sehe, weiß ich noch gar nicht, was später daraus werden soll“, berichtet der Hobbybastler. Er habe dabei keinen Zeitplan. Irgendwann ist wieder ein kleines Kunstwerk fertig und bekommt einen Platz im Garten.

„In Zukunft möchten wir gern noch weitere Bäume pflanzen“, sagt Petra Twietmeyer. Ansonsten ergäben sich Neuerungen und Veränderungen ganz spontan. „Unsere Gäste sagen uns oft, wie schön groß der Garten sei – aber haben wollen würden sie ihn nicht, wegen der vielen Arbeit“, sagt Petra Twietmeyer und lacht. Sie und ihr Mann sehen das anders: „Wir genießen unseren Garten.“

juk

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