Parcours an der Oberschule Hoya bringt Schülern Ausbildungsberufe nahe

Wie arbeitet es sich als Koch oder Binnenschiffer?

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Am Stand der Firma Oelschläger Metalltechnik waren mechanische Fähigkeiten gefragt. Das Hoyaer Unternehmen fertigt Büromöbel.

Von Max Brinkmann. 22 Firmen und knapp 30 Ausbildungsberufe konnten die Schüler jetzt beim dritten Berufsparcours an der Oberschule in Hoya kennenlernen. „Das Besondere an dieser Messe ist, dass die Schüler den jeweiligen Beruf nicht nur in der Theorie erfahren, sondern auch in der Praxis tätig werden“, berichtet Helke Gärtner, Sozialarbeiterin an der Oberschule. „Das motiviert sie zusätzlich“.

Gärtner organisierte zusammen mit ihrer Kollegin Frauke Gieße-Claus sowie den Lehrern Diana Gehlhaar und Tim Piening den Berufsparcours, auf dem sich die Schüler der achten bis zehnten Klassen von Ober- und Gutenbergschule allerhand Berufe aus den verschiedensten Branchen erlebten. Jeweils zwei Schulstunden hatten die Jugendlichen einer Klassenstufe Zeit, fünf Berufe auszuprobieren und auf ihrem Laufzettel zu bewerten. Später wird das Erlebte im Unterricht besprochen.

Die teilnehmenden Firmen machten vielfältige Angebote, die möglichst praxisnah Aspekte der vorgestellten Ausbildungsberufe vermitteln sollten. Am Stand des Restaurants „Dillertal“ aus Homfeld kochten die Schüler, bei der Firma Oelschläger Metalltechnik aus Hoya schraubten sie, und beim Wasser- und Schifffahrtsamt aus Hoya erfuhren sie, was ein Binnenschiffer macht.

Bei den teilnehmenden Betrieben handelte es sich bis auf zwei aus Bruchhausen-Vilsen um Firmen aus der Samtgemeinde Grafschaft Hoya.

Den Berufsparcours an der Oberschule gibt es nur alle zwei Jahre. „Ansonsten wäre der Aufwand der Firmen zu groß. Außerdem würden sich die Schüler sonst oft die selben Firmen ansehen“, erklärt Frauke Gieße-Claus. „Wir sind froh, dass sie sich alle zwei Jahre dazu bereit erklären, einen Stand zu besetzen. Wir haben einen festen Kern, der jedes Mal dabei ist. Es kommen aber auch jedes Mal neue Firmen hinzu“, sagt sie und bedankt sich sogleich auch beim Förderverein der Oberschule, der die Firmen mit Kaffee und belegten Brötchen bewirtete.

Nicht nur für die Schüler ist die Veranstaltung aufgrund der Berufsorientierung interessant, auch die Betriebe können schon mal ein Auge auf die möglichen zukünftigen Auszubildenden werfen und gegebenenfalls Praktika vergeben. Denn viele Firmen suchen Mitarbeiter.

Ein weiteres Anliegen der Organisatoren ist es, die Schüler für eher geschlechter-untypische Berufe zu begeistern. „Die meisten Schüler in der neunten und zehnten Klasse haben schon drei, vier Berufe im Kopf, von denen sie sich vorstellen können, diese auszuüben. Durch den Berufsparcours entdecken sie vielleicht neue Talente und Berufsfelder, an die sie vorher nie gedacht haben“, erzählt Frauke Gieße-Claus.

Bei den Schülern kommt der Berufsparcours sehr gut an: Einige haben vor Begeisterung gar keine Pause machen wollen.

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