Mit 42 Jahren feiert Wecholderin Heike Meyer 75-jähriges Dienstjubiläum

„Ohne sie würde es den Posaunenchor nicht mehr geben“

Heike Meyer an Orgel in der Wecholder Kirche. „Hier sitze ich am liebsten, hier sieht mich keiner“, sagt sie. - Foto: Marion Thiermann

Wechold - Von Marion Thiermann. Da muss Gott jetzt einmal beiseite treten. Am Sonntag stehen im Wecholder Gottesdienst seine Schäfchen im Mittelpunkt, genauer: die Jubilare des Posaunenchors, der den Gottesdienst ab 10.45 Uhr in der Kirche begleitet. Gleich drei Jubiläen feiert Heike Meyer.

Die gebürtige Wecholderin ist seit 30 Jahren Mitglied im Chor, seit 25 Jahren spielt sie die Kirchenorgel, und seit 20 Jahren leitet sie den Posaunenchor – macht zusammen 75 Jahre. Nach dem Gottesdienst treffen sich die Beteiligten im Gemeindehaus, und dann gibt es da ja auch noch den Spross der 100-jährigen „Luther-Eiche“ aus Polle bei Hameln, der nach dem Gottesdienst auf dem Kirchhof eingepflanzt wird.

Doch zurück zur Dreifach-Jubilarin Heike Meyer. Die gebürtige Wecholderin kommt aus einer musikalischen Familie und begann schon früh mit dem Musizieren. Mit acht Jahren lernte sie Flöte zu spielen, zwei Jahre später Akkordeon. Mit elf Jahren trat die heute 42-Jährige zusammen mit ihrem Bruder Jürgen Koröde in die Fußstapfen ihres Opas, der 40 Jahre lang im Posaunenchor spielte.

Die beiden erlernten das Trompeten-Spiel von Dirk Clüver. Er hat den Posaunenchor als Vorgänger von Heike Meyer 50 Jahre lang geleitet. „Das war im Oktober 1986. Einen Monat später, am 4. November, haben wir auf Opas Geburtstag schon das erste Lied gespielt“, erinnerte sich die 42-Jährige.

Die Orgel zu spielen, lernte sie mit 16 Jahren von der damaligen Kreiskantorin Christina Weinhold – an der Wecholder Kirchenorgel, an der Heike Meyer noch heute sonntäglich sitzt. Von dort aus dirigiert sie auch ihren Chor, der neben ihr seinen Platz hat und mit dem sie jeden Montag probt, nachdem die Chor-Anfänger unterrichtet sind.

„Früher hat der Posaunenchor immer unten gesessen. Als ich die Leitung übernommen habe, musste er nach oben zu mir und der Orgel umziehen. Hier sitze ich am liebsten, hier sieht mich keiner“, sagt Heike Meyer und schiebt auf ihre bescheidene Art hinterher: „Ich bin mal gespannt, was mich Sonntag erwartet!“

Fragt man die Chormitglieder, beschreiben auch die Heike Meyer als bescheiden und sind voll des Lobs für ihre Leiterin:

– „Es ist bewundernswert, mit welcher Geduld sie uns alles beibringt – und wir sind manchmal nicht einfach!“

– „Heike ist immer da und mit Herzblut bei der Sache.“

– „Sie fördert das Weiterbestehen des Posaunenchors und kümmert sich um Nachwuchs. Ohne sie würde es den Posaunenchor nicht mehr geben.“

Heike Meyer wird am Sonntag allerdings nicht als einzige gewürdigt und gefeiert. Auch zehn weitere Mitglieder im Posaunenchor feiern Jubiläum. Geehrt werden für 40 Jahre Mitgliedschaft im Posaunenchor Dietrich Schmidt, für 30 Jahre Mitgliedschaft Ralf Westhoff, Sabine Frenkel, Jürgen Koröde und Heike Meyer, für 10 Jahre Mitgliedschaft Hannah Holze, Pia Rodekohr, Lena Hopmann, Sarah Röchow, Jens Hecht und Sarah Hopmann.

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