Tag des offenen Denkmals: Besucherscharen strömen ins Gotteshaus

Geheimnisvoller Eintrag im Gästebuch der Stiftskirche

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Pastor Paul Gerhard Meißner und die Kirchenführerinnen (von links) Elke Heuermann, Elfriede Hornecker und Erika Herken. Es fehlt Barbara Dillenburg.

Bücken - Von Horst Friedrichs. Ungelöst bleibt das Rätsel der geheimnisvollen Signatur – vorerst: Eine Grußbotschaft scheint sie auf alle Fälle zu sein. Immerhin steht sie seit kurzem im Gästebuch der Stiftskirche in Bücken. „Wir vermuten, dass der Eintrag von einem Besucher aus Indonesien oder einem anderen ostasiatischen Land stammt“, sagt Pastor Paul Gerhard Meißner gestern in einem Gespräch, an dem die Kirchenführerinnen Erika Herken, Elke Heuermann und Elfriede Hornecker teilnahmen.

Anlass war der Tag des offenen Denkmals, an dem – wie berichtet – acht weitere Gebäude in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya ihre Türen und Tore öffneten. Unter den Besucherscharen in Bücken fand sich niemand, der imstande war, das Geheimnis des Gästebuchs zu entschlüsseln.

Das Gästebuch der Stiftskirche ist voll von Besuchergrüßen. Kein Wunder, sind es doch nach Pastor Meißners Schätzung drei- bis viertausend Menschen pro Jahr, die aus einem einzigen Grund nach Bücken kommen – nämlich, um das berühmte 1133 Jahre alte Gotteshaus zu besichtigen. „Die Schätzung der Besucherzahlen kann nur vage sein“, erklärt Meißner, „weil wir keinen genauen Überblick über die Zahl der Gäste haben, die unserer Kirche spontan und ohne angemeldete Führung betreten.“

Und das ist in der wärmeren Jahreszeit immer möglich: So, wie am gestrigen Tag des offenen Denkmals, ist die Bücker Stiftskirche den ganzen Sommer über täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. „Unsere Kirche trägt das Zeichen einer ,offenen Kirche‘“, erläutert Erika Herken (Bücken), die seit 1990 Führungen durch die Stiftskirche leitet. Elke Heuermann (Helzendorf) übt dieses Ehrenamt seit 1997 aus. Elfriede Hornecker (Bücken) und Barbara Dillenburg (Bücken) sind in diesem Jahr neu dazugekommen.

Wie die Bücker Stiftskirche sind viele Gotteshäuser in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover für Gäste zugänglich. Sie tragen das Signet der offenen Kirche für verlässlich geöffnete Gotteshäuser. An dem einprägsamen Zeichen erkennen Besucher: Dort lohnt es sich, die Klinke der Kirchentür zu drücken.

Im Schnitt dauert eine Führung durch die Bücker Stiftskirche eine Stunde. „Das variiert“, sagt Elfriede Hornecker, „je nachdem, wie viele Fragen die Teilnehmer stellen. Und natürlich bleiben wir keine Antwort schuldig.“ Elke Heuermann ergänzt: „Werbung müssen wir nicht machen. Unsere Kirche ist ein absoluter Selbstläufer.“

Interessierte, die an einer Kirchenführung teilnehmen wollen, können sich an verschiedenen Stellen anmelden, zum Beispiel bei der Kirchengemeinde Bücken, auf deren Website, im Touristikbüro, in der Samtgemeindeverwaltung Hoya sowie bei den Kirchenführerinnen persönlich.

Besuchergruppen melden sich aus den verschiedensten Gründen für eine Besichtigung an. Das können Versammlungen von Behörden, Verbänden, Firmen und anderen Institutionen sein, die durch den Tagesordnungspunkt „Besuch der Stiftskirche“ bereichert werden. Gleiches gilt für Familienfeiern und die Zielsetzungen von Fahrradtouristen. Auch Busunternehmen machen die Stiftskirche Bücken zum Bestandteil ihrer Ausflugsprogramme.

Bei Gruppen aus dem Ausland sind gelegentlich auch die Fremdsprachenkenntnisse der Kirchenführerinnen gefragt.

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