Zirkus Montani unterrichtet Bücker Grundschüler 

Von Null auf Zirkusakrobat an einem Vormittag

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In drei Vorstellungen zeigten die Kinder ihr Können.

Bücken - Von Marion Thiermann. Unterricht in einer etwas anderen Form erlebten die 138 Schüler der Kapitän-Koldewey-Grundschule in dieser Woche: Im Rahmen der Projektwoche schlug der Schulzirkus Montani aus Langen im Emsland bereits zum fünften Mal sein Zelt in Bücken auf. „Das Zirkusprojekt findet alle vier Jahre statt, sodass jedes Kind in seiner Grundschulzeit einmal teilnehmen kann“, erklärt Schulleiter Joachim von Lingen, „mit dem Zirkus Montani klappt das immer super.“ Dass die Zirkusfamilie Spindler ihre Arbeit gut macht, bewiesen die insgesamt drei Vorstellungen.

An nur einem Vormittag wurden aus Grundschülern kleine Akrobaten. Am Montag packten die Mädchen und Jungen bei der Inneneinrichtung des Zelts tatkräftig mit an. Am Dienstag probten die A-Klassen, am Mittwoch die B-Klassen für die Vorstellungen. Jeweils am Vormittag wurde geübt, und bereits am selben Abend zeigten die Kids das Gelernte in einer öffentlichen Aufführung. Gestern Vormittag gab es dann noch eine Vorstellung für die Kinder aus den umliegenden Kindergärten, heute wird die Zirkuswelt wieder abgebaut.

„Es ist eine wunderbare Projektwoche“, sagt Joachim von Lingen, „die Kinder lernen sehr viel, das Projekt ist enorm wichtig für den Zusammenhalt, und sie lassen ihrer Kreativität freien Lauf.“

Am Mittwoch begrüßten die Akrobaten rund 200 Zuschauer mit dem Lied „Hereinspaziert“ im Zirkuszelt. Vor der Aufführung waren sie sichtlich aufgeregt, in der Manege aber merkte man ihnen das Lampenfieber nicht mehr an – und schon gar nicht, dass sie nur einen Vormittag für die Show trainiert hatten.

Zirkusprojekt in Bücken 

Als Bodenturnerinnen, Zauberer, Hula-Hoop-Girls, Seiltänzerinnen und Teller-Jongleure waren sie mit Elan und viel Spaß bei der Sache. Außerdem begeisterte der Gewichtheber „Samson“ mit seinem Partner, der Clown „Peppino“ ließ einen Plüschhasen durch einen Reifen fliegen und einen Apfel spurlos verschwinden, und Disco-Clowns tanzten durch die Manege.

Einen Einblick in die professionelle Artistik bot die Enkelin der Zirkusbetreiber, die zehnjährige Shanayamaatz, mit einer Hula-Hoop-Tanznummer, bei der sie teilweise 45 Reifen gleichzeitig um den Körper schwingen ließ. Ihr Onkel Gino begeisterte mit Feuerakrobatik.

Zum Abschluss kamen alle Artisten in der Manege zusammen und bekamen von der Zirkusfamilie und ihrem Schulleiter Lob und Dank („Das habt ihr wirklich super gemacht, ganz große Klasse!“). Das Publikum spendete tosenden Applaus.

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