Hoyaer feiern „Maisause“ statt Walpurgisnacht – mit Königin und Feuerwerk

Notlösung kommt gut an

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Keine Angst, der moderiert nur: Hans Soltau (Mitte) mit Hoyas neuer Maikönigin Lara Schäfer und Arne Henrik Meyer, dem Vorsitzenden des Bürgervereins zweites Viertel.

Hoya - Von Marion Thiermann. Dass der Maibaum gesetzt wird, bevor in den Mai getanzt wird, ist ungewöhnlich. Die kombinierte Baumsetz-Tanz-Veranstaltung als Alternative zur ausgefallenen Walpurgisnacht kam am Sonnabend in Hoya jedoch gut an. „Die Idee zu der Feier entstand, weil der Löschplatz, wo die Walpurgisnacht alle zwei Jahre gefeiert wird, wegen der maroden Spundwand gesperrt wurde. Hinzu kommt, dass am 1. Mai in Hoya Konfirmation ist. Also haben wir beide Veranstaltungen zusammengelegt“, erklärt Arne Henrik Meyer, der Vorsitzende des Bürgervereins zweites Viertel, das den Maibaum aufstellt.

Anderthalb Schläge brauchte Bürgerkönig Thomas Stukenborg (links) beim Fassanstich.

Bislang hatte die Stadt alle zwei Jahre mit der Walpurgisnacht in den Mai gefeiert und tagsdrauf den Baum aufgestellt. Das 31,26 Meter hohe Exemplar holten Abordnungen der vier Bürgervereine sowie der Bärenkappenkompanie nun schon am Sonnabend aus seinem Winterlager bei der Spedition Bösche und brachten es in Begleitung des Spielmannszugs Holtorf die Deichstraße entlang zum Centralplatz. Dort wurde der Baum mit insgesamt 38 Wappen zahlreicher Vereine sowie der Stadt behängt und vom THW und der Feuerwehr aufgestellt. Ein Maibaum soll der Überlieferung nach Glück und reiche Ernten bescheren.

Bauer Harm Harmsen, gespielt vom Hoyaer Hans Soltau, moderierte die „Maisause“. An seiner Seite hatte er als Maikönigin die 18-jährige Hoyaerin Lara Schäfer. Ihre Majestät wird nicht jedes Jahr gewählt, sondern „es wird intern jemand gesucht, der den Posten übernehmen möchte – was leider immer seltener vorkommt“, erklärt Hans Soltau.

Nach dem Baumaufstellen folgte der Anstich eines Fasses Maibock. Normalerweise übernimmt dies die Bürgermeisterin. Weil Anne Wasner sich jedoch den Arm gebrochen hat, erledigte Bürgerkönig und Bierbrauer Thomas Stukenborg den Anstich souverän mit anderthalb Schlägen. So gab es Freibier für alle, und die Vorsitzenden der Bürgervereine, der Bärenkappenkompanie sowie Bürgermeisterin und Bürgerkönig begossen den Baum.

Dann ging die Feier nahtlos über in eine Open-Air-Party. „Rock 'n' Roll auf dem Pflaster mit ,Full House‘“, kündigte Bauer Harm Harmsen die gebuchte Oldie-Band an. Sie spielte Musik aus den 70er-, 80er- und 90er-Jahren und begeisterte ihre Zuhörer.

Die Walpurgisnacht ist außer für ihre Hexen auch für ein großes Feuerwerk bekannt. Darauf verzichteten die Veranstalter der „Maisause“ nicht. Es sorgte nach Einbruch der Dunkelheit für viele „Ahs“ und „Ohs“, ehe die Freiluftparty munter weiterging und der Mai immer näher rückte.

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