Lesung beim Frühstückstreffen des Landfrauen-Vereins Hoya

Ninia LaGrande: Kleine Frau mit großer Botschaft

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Ninia Binias alias Ninia LaGrande las in Bücken aus ihrem Buch „... und ganz, ganz viele Doofe“.

Bücken - Von Jana Wohlers. 140 Zentimeter geballte Lebensfreude, eine riesige Portion Humor, serviert mit Sarkasmus und Geschichten, wie sie nur das Leben und der Frauenarztbesuch schreiben – das alles gab es am Samstag beim Frühstückstreffen des Landfrauen-Vereins Hoya.

Auf der Bühne im Landgasthaus Thöle in Bücken stand die bekannte Autorin, Bloggerin und Poetry-Slammerin Ninia Binias aus Hannover. „... und ganz, ganz viele Doofe“ lautet der Titel ihres ersten Buchs, aus dem die Künstlerin Erzählungen zum Besten gab.

Ebenfalls im Gepäck: kurze Lebensgeschichten und niedergeschriebene Erlebnisse, die den Zuhörerinnen nicht selten vor Lachen die Tränen in die Augen trieben oder ihnen durch den großen Wiedererkennungswert ein Schmunzeln abverlangten.

Die 32-jährige Ninia Binias trägt den Künstlernamen Ninia LaGrande – also „Die Große“. Schon daran ließen sich der große Humor und die Selbstironie der Künstlerin erahnen, und Schlag auf Schlag zeigte sie ihrem Publikum, wie viel Energie sich auf 140 Zentimetern Körpergröße verteilen kann. 

Ninia LaGrande nimmt Größe mit Humor 

„An meinem ersten Schultag war ich 96 Zentimeter groß und damit kleiner als meine Schultüte. Mit meinen fehlenden Vorderzähnen und den abstehenden blonden Locken sah ich in etwa so aus wie die Trolle, die wir früher sammelten“, begrüßte Binias das Publikum. „Noch heute drehen sich die Leute um, wenn eine Frau mit tiefer Stimme und großen Brüsten spricht, die so groß ist wie ein Kind.“

Die Künstlerin erinnert sich gerne an den Lieblingsspruch ihrer Mutter, die einst nach unzähligen Arztbesuchen – nicht selten prophezeite man Binias, sie würde später nicht einmal Fahrrad fahren können – gesagt hat: „Es gibt große und kleine, dicke und dünne, schlaue und ganz, ganz viele Doofe.“

Laute Lacher erklangen bei ihren Schilderungen über ihre Anmeldung im Fitnessstudio – nach Milchreis essen und auf Beerdigungen gehen ihre unliebste Beschäftigung. „Bei den Kursen fühlt man sich durch die ständig wechselnden Beobachter wie im Zoo“, sagte Binias. Es fehle nur noch ein Schild mit der Aufschrift: „Bitte nicht füttern – außer mit Eiweißshakes.“ „Dabei fantasiere ich auf dem Laufband schon von der dicken Pasta, die ich mir nach dem Sport gönne, und überhaupt ist meine einzige Motivation oft, dass man für eine neue Sportart neue Kleidung shoppen darf.“

Sport beim Frauenarzt

Vor Kurzem ist die 32-Jährige selbst Mutter geworden, im Übrigen von ihrem 1,80 Meter großen Mann. Und die Zwei haben ein ganz normal großes Baby. Dabei erinnert die Hannoveranerin sich noch gut an einige einprägsame Frauenarztbesuche. Etwa jener, bei dem es keinen größenverstellbaren Stuhl gab und der 32-Jährigen so einiges an Akrobatik abverlangt wurde. „Da laufe ich tatsächlich früh morgens halb nackt durch die Praxis und soll auch noch Sport machen.“

Binias brachte Geschichten über ihren Kontrollzwang beim Verlassen der Wohnung mit: „Ich glaube daran, dass sich jedes Gerät von selbst entzünden, Funken sprühen und alles in Brand setzen kann. Selbst wenn der Stecker der Lichterkette aus der Steckdose raus ist, er könnte ja Hunger nach Strom bekommen und irgendeinen Schlüpper in Brand setzen.“

Dazu kamen Erzählungen über Taxi-Fahrer, die während der Fahrt eine Aufklärungsstunde über Käsesorten vollbringen.

Egal, welche Geschichte sie präsentierte, Ninia LaGrande wusste mit ihrer humorvollen, mal trockenen, mal sarkastischen Art die Zuhörerinnen zu beeindrucken und sorgte für pausenlose Lach-Eskapaden im Publikum.

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