Floh- und Herbstmarkt zeitgleich gut besucht

Neues Marktkonzept kommt an: volle „Hütte“ in Hoya

Die Schulband des Johann-Beckmann-Gymnasiums, „The Jammer“, spielte neben vielen weiteren Gruppen auf der großen Bühne am Centralplatz. - Foto: Lydia Cramer

Hoya - Von Michael Wendt. Volles Haus in der Innenstadt: Die Fördergemeinschaft Hoya zieht eine überaus positive Bilanz ihres Herbstmarkts, den sie am Sonntag feierte. Das neue Konzept, Flohmarkt und Herbstmarkt am gleichen Tag und zur selben Zeit zu veranstalten, ist aufgegangen. Ob es beibehalten wird, darüber entscheidet die Fördergemeinschaft später.

Ausgerechnet deren Vorsitzende, Monika Singelmann-Droegmöller, war am Sonntag nicht auf dem Markt – aber sie war natürlich dabei. „Bei mir im Laden [„Die Hütte“] war so viel los, da bin ich gar nicht dazu gekommen, durch die Straßen zu gehen“, sagt sie. Aber sie habe trotzdem einiges von der tollen Stimmung mitbekommen, und auch ihre Kundinnen hätten ihr davon berichtet.

Früher hatte die Fördergemeinschaft den Flohmarkt am Sonnabend vor dem Herbstmarkt veranstaltet, zuletzt dann am Sonntag. Nun aber starteten beide Veranstaltungen erstmals nicht nur am gleichen Tag, sondern auch zur selben Zeit: um 11 Uhr. Die Hoyaer waren es viele Jahrzehnte gewohnt, in aller Herrgottsfrühe aufstehen zu müssen, um ein Schnäppchen machen zu können. Das war am Sonntag anders, auch wenn einige Flohmarkt-Fans bereits vor 11 Uhr auf den Beinen waren.

„Wir wollten beide Märkte zeitgleich beginnen, damit die Gäste nach dem Flohmarkt nicht wieder nach Hause gehen“, erklärt Marion Koppermann vom Vorstand der Fördergemeinschaft. Denn genau das war früher der Fall. Als das Flohmarktgeschehen am späten Vormittag abebbte, bauten einige Meter weiter die Marktbeschicker erst auf. Da verließen viele Besucher die Innenstadt.

Das neue Konzept hingegen kam am Sonntag offensichtlich gut an. Der Flohmarkt war trotz des deutlich späteren Beginns gut besucht. Marion Koppermann freut sich besonders darüber, dass viele Händler lange geblieben sind – natürlich nicht bis zum Herbstmarkt-Ende gegen 18 Uhr, aber immerhin bis zum Nachmittag. „Ich bin positiv überrascht. Es hat mich sehr gefreut, dass das so angenommen wurde“, sagt sie.

Auch der Kunst- und Bauernmarkt auf der Deichstraße war am Sonntag als Teil des Herbstmarkts hervorragend besucht. Somit ist bewiesen, dass sich diese Veranstaltung der Fördergemeinschaft und der Katharinenmarkt gegenseitig ergänzen, obwohl das Mittelalter-Spektakel seit einigen Jahren nicht mehr in der Innenstadt, sondern auf der anderen Weserseite im Bürgerpark gefeiert wird.

Über großen Zuspruch freuten sich am Sonntag auch die zahlreichen Musiker auf der Bühne am Centralplatz. Die Zuhörer bekamen dort von zarten Harfenklängen über rockigen E-Gitarren-Sound bis hin zu einem Chorauftritt viel geboten. Sicherlich hatte jede Gruppe unterschiedliche Fans, aber stets war vor der Bühne einiges los.

Herbstmarkt in Hoya

In einer Nachbetrachtung will der Vorstand der Fördergemeinschaft nun in den nächsten 14 Tagen entscheiden, ob das Konzept beibehalten wird. „Wir werden dazu auch unsere Mitglieder fragen, wie sie den Markt wahrgenommen haben“, sagt Marion Koppermann.

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